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Ronnie Biggs muss im Gefängnis bleiben
02.07.2009, 09:28 Uhr
Ronnie Biggs auf einem Archivbild aus dem Jahr 2001 (Foto: dpa)
Der legendäre britische Posträuber Ronnie Biggs muss weiter im Gefängnis bleiben. Justizminister Jack Straw wies einen Antrag des 79-Jährigen auf Haftentlassung überraschend ab. Biggs sei "vollkommen reuelos", begründete Straw seine Entscheidung.
Der Verteidiger des einst meistgesuchten Verbrechers
Großbritanniens hatte zuvor gesagt, er erwarte eine positive Entscheidung und die Entlassung Biggs' am Wochenende.
Mit gebrochener Hüfte im Krankenhaus
Biggs liegt wegen einer gebrochenen Hüfte derzeit im Krankenhaus. In den vergangenen Jahren hatte er mehrere Schlaganfälle erlitten. Biggs war einer der führenden Köpfe bei dem Überfall auf den Nachtzug von Glasgow nach London im August 1963. Beim legendären "Great Train Robbery" erbeuteten Biggs und seine Komplizen die damals sagenhafte Beute von 2,6 Millionen Pfund.
Über 30 Jahre auf der Flucht
1964 wurde Biggs zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt, floh aber aus dem Gefängnis. Er ließ sich sein Gesicht operieren und tauchte in
Brasilien unter. Erst im Mai 2001 kehrte er wegen seiner angeschlagenen Gesundheit in seine Heimat zurück und stellte sich den Behörden.
Auf schändliche Weise die Medien umworben
Biggs zeige sich absolut reuelos und habe während seiner Flucht auf schändliche Weise die Medien umworben, begründete Straw die Ablehnung des Gnadengesuchs. Es sei inakzeptabel, dass Biggs gegen das Gesetz verstoßen habe und nun die Folgen davon vermeiden wolle.
Überraschende Entscheidung
Die Entscheidung des Justizministers kam dennoch überraschend, weil auch ein Bewährungsausschuss wegen der schlechten Gesundheit des Häftlings eine Freilassung befürwortet hatte. Nach den Schlaganfällen kann Biggs nicht mehr sprechen, wird künstlich ernährt und kann kaum noch laufen. Am 8. August wird er 80 Jahre alt.
Quelle: dpa
, AFP