04.10.2011, 15:57 Uhr
Ronald Pofalla gerät nach seiner Pöbelattacke gegen seinen Parteikollegen Bosbach immer stärker in die Kritik (Quelle: dpa)
Kanzleramtschef Ronald Pofalla hat sich nun auch öffentlich für die Verbalattacke gegen seinen Parteikollegen Wolfgang Bosbach (beide CDU) entschuldigt. "Ich ärgere mich selbst sehr über das, was vorgefallen ist, und es tut mir außerordentlich leid", sagte Pofalla der "Bild"-Zeitung.
Bosbach und er hätten sich einen Tag nach dem Vorfall ausgesprochen. Unterdessen wurden aber aus den Nachwuchsorganisationen von FDP und Union erste Forderungen nach einer Entlassung Pofallas laut.
Bosbach, Vorsitzender des Bundestagsinnenaussschusses, gehört zu den zehn Unionsabgeordneten, die in der vergangenen Woche nicht für die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms EFSF im Parlament gestimmt haben. Medienberichten zufolge hatte Pofalla Bosbach vor der Abstimmung nach einer Sitzung der NRW-Landesgruppe am Montag vergangener Woche mit Sätzen wie "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen" attackiert. Als Bosbach sagte: "Ronald, guck bitte mal ins Grundgesetz, das ist für mich eine Gewissensfrage", habe dieser geantwortet: "Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe."
Die FDP-Nachwuchsorganisation Junge Liberale (Juli) forderte mittlerweile indirekt die Entlassung Pofallas. "Herr Pofalla leistet schon lange keine gute Arbeit. Die Schnittstellenfunktion des Kanzleramtes funktioniert nicht. Daraus sollten langsam Konsequenzen gezogen werden" sagte der Juli-Vorsitzende Lasse Becker der "Welt".
Schäuble schließt neue finanzielle Unterstützung aus. Deutschland beteiligt sich bisher mit 211 Milliarden Euro an dem Rettungsschirm. zum Video
Die Wortwahl Pofallas bei dessen Auseinandersetzung mit dem CDU-Abgeordneten Wolfgang Bosbach sei "entlarvend". Becker sagte weiter: "Wenn das Kanzleramt schon mit den eigenen Leuten derart umspringt, muss man sich nicht wundern, dass es in der Koalition oft hakt."
Die Junge Union Potsdam-Mittelmark hatte zuvor bereits Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, zu überdenken, "ob Pofalla der richtige Mann für das Kanzleramt ist".
Die "Berliner Zeitung" zitiert einen namentlich nicht erwähnten führenden Koalitionspolitiker mit den Worten, Pofalla sei in seinem Amt überfordert und zudem wegen seiner cholerischen Art nicht dafür geeignet. "Das ist der schlechteste Kanzleramtschef aller Zeiten."
Die CSU-Landesgruppenchefin und Bundestagsvizepräsidentin Hasselfeldt fürchtet nun auch um das Ansehen des Bundestages. "Wenn wir als Parlament respektiert werden wollen, braucht es auch Respekt der Abgeordneten untereinander", sagte sie dem "Hamburger Abendblatt" und betonte: "Dazu halte ich alle Seiten an."
Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, sieht die Verbalattacke Pofallas als Beleg für die Nervosität innerhalb der Koalition. "Zu schlechter Politik kommt jetzt auch noch schlechter Stil", sagte er der "Welt". Pofallas Entgleisung zeige, dass die Nerven bei Schwarz-Gelb blank liegen. Das Verhalten von Pofalla sei niveaulos und selbst entlarvend.
Quelle: dpa , dapd
Karin schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 17:43:34
(315)
(11)
Profalla
Solche beleidigenden Worte kann man nicht im Bundestag gebrauchen!!!
Kindern sagt man, dass man diese Ausdrücke nicht noch einmal
hören möchte und verbietet diese! Das ist einfach nur primitiev!
mehr
Kommentar melden
irma schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 17:42:22
(173)
(40)
Pofalla
Es ändert sich nichts alleine. Eine N e u wahl ist z.Z nur vom Bundes- präsidenten Wulff aus auszurufen. Das
Bundesverfassungsgericht würde die Wahl regeln und überwachen. So wäre sie auch gültig. - Wir bräuchten alle nur Hr. Wulff darum zu bitten ! ! !
mehr
Kommentar melden
Lingen schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 17:42:04
(253)
(35)
Profalla
Lasst sie mal im Bundestag, solche Typen passen doch zur ganzen Regierung. Wer das ganze gequatsche, Bundeskanzlerin eingeschlossen,
gesehen und gehört hat , wird doch nun endlich begreifen was hier los ist.
Die Europapolitik im Bundestag ist doch das letzte. Alle zusammen in die Wüste schicken, aber die danach kommen würden wären auch nicht besser.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video