30.01.2012, 13:55 Uhr
Sieht schon so aus, als würde er die Welt regieren: Mitt Romney in seiner Limousine. (Quelle: Reuters)
Als Geschäftsmann hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney ein Vermögen angehäuft. Bislang veröffentlichte der ehemalige Gouverneur des US-Staats Massachusetts nur grobe Angaben, die auf ein Vermögen von 190 bis 250 Millionen Dollar schließen lassen. Sollte er im November den Einzug ins Weiße Haus schaffen, wäre er damit laut dem Magazin "Forbes" nicht nur der viertreichste Präsident der US-Geschichte - er ist auch doppelt so reich wie die letzten acht Präsidenten zusammmen.
Zählt man die Vermögen der acht Präsidenten von Richard Nixon bis Barack Obama zusammen und verdoppelt sie, kommt man etwa in Romneys Gegend. Allerdings liegt der Republikaner damit noch weit hinter George Washington, der als der unumstritten reichste der 44 bisherigen US-Präsidenten gilt. Er besaß fast 25.000 Hektar Land und 300 Sklaven. Die weitere Reihenfolge hängt jedoch davon ab, wie man Thomas Jeffersons Plantagen, Herbert Hoovers Bergbaumillionen und John F. Kennedys Anteil am Familienvermögen bewertet und wie man diese Werte an die Inflation anpasst.
Allerdings ist klar, dass Romneys Vermögen in einer anderen Liga ist als das der Roosevelts oder der Bushs. Romneys 250 Millionen Dollar sind rund das 50-fache von Obamas - für Normalsterbliche immer noch beeindruckendem - Vermögen von 2,2 bis 7,5 Millionen Dollar.
"Ich glaube, es ist schwierig zu begreifen, was 250 Millionen Dollar bedeuten", sagt Shamus Khan, Soziologe an der Columbia University. "Romney soll im vergangenen Jahr 50.000 Dollar am Tag verdient haben, obwohl er gar nicht arbeitete. Was macht man mit all dem Geld? Ich kann mir nicht einmal vorstellen, wie man das ausgeben kann. Na ja, vielleicht ..."
"Romney ist Kleinkram, verglichen mit den Ultrareichen", sagt Jeffrey Winters, Politikwissenschaftler an der Northwestern University. Selbst im obersten Prozent der US-Bürger gibt es riesige Unterschiede zwischen der Spitze und den unteren Rängen. Allerdings bewerben sich kaum Superreiche um das Präsidentenamt.
Ab einem Jahreseinkommen von 400.000 Dollar zählt ein Haushalt zum wohlhabendsten Prozent der USA. Romney, der die private Beteiligungsgesellschaft Bain Capital leitete, und seine Frau Ann haben das 50-fache dessen verdient: 20 Millionen Dollar im Jahr. 2009 hatten nur 8274 Steuerzahler ein Einkommen von mehr als zehn Millionen Dollar. Romney qualifiziert sich also locker für den illustren Kreis der obersten 0,006 Prozent der Steuerbürger.
Im Vergleich zum Durchschnittsamerikaner ist Romney unvorstellbar reich - 1800 Mal so reich. Im Jahr 2007 belief sich das Vermögen eines US-Haushalts im Durchschnitt auf 120.300 Dollar, mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 50.000 Dollar.
"Es ist nicht so, dass alle Präsidenten immer reich waren", sagt Kahn. "Es ist ein Auf und Ab". Einige Präsidenten, insbesondere im 19. Jahrhundert, waren alles andere als reich, unter ihnen Abraham Lincoln, James Buchanan und Ulysses S. Grant. Und auch der 33. Präsident, Harry Truman, war nicht allzu wohlhabend. Andere Präsidenten waren an ihrem Lebensende sogar verschuldet, etwa Thomas Jefferson, laut "Forbes" der drittreichste Präsident.
Den Reichtum der Großgrundbesitzer unter den Präsidenten, etwa Washington, Jefferson und James Madison, mit dem Vermögen heutiger Millionäre zu vergleichen, ist nicht ganz einfach - selbst wenn man die schlechte Quellenlage und die wirtschaftlichen Veränderungen der vergangenen 200 Jahre außen vor lässt. Eine Untersuchung der Analystenwebsite "24/7 Wall St" kommt zu dem Ergebnis, dass Washingtons Vermögen 525 Millionen Dollar im Jahr 2010 entspricht.
Trotzdem musste sich Washington 1789 das Geld für die Reise zu seiner Amtseinführung nach New York leihen, wie Dennis Pogue, Vizepräsident von Mount Vernon, Washingtons Anwesen in Virginia, erklärt. All sein Geld steckte in den Ländereien, die nach Abzug der Kosten nur wenig abwarfen. "Er war ein wohlhabender Mann, kein Zweifel", sagt Pogue. Zu seiner Zeit wahrscheinlich einer der zwölf reichsten Männer in Virginia. Aber "selbst die reichste Person in Amerika war kein Vergleich zu dem, was diese Leute heute haben".
Quelle: dapd
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr