Die Forscher bei der Präsentation ihres Rollstuhls (Foto: AFP)
Italienische Forscher haben nach eigenen Angaben einen elektrischen Rollstuhl entwickelt, der sich mit Gedanken steuern lässt.
Der Rollstuhlfahrer habe dabei die Auswahl zwischen mehreren programmierten Wegstrecken, sagte Professor Matteo Matteucci vom Polytechnischen Institut Mailand. Demnach muss sich der Rollstuhlfahrer auf einen Begriff konzentrieren, der auf einem Bildschirm angezeigt wird - etwa Badezimmer, Küche oder Schlafzimmer. Über am Kopf angebrachte Elektroden würden Signale an einen Computer geleitet, der den Rollstuhl dann an das gewünschte Ziel manövriere. Plötzliche Hindernisse erkennt das Gefährt mit Hilfe von zwei Lasern.
GPS soll Einsatz im Freiem ermöglichen
Die Forscher brauchten nach eigenen Angaben drei Jahre, um einen Prototypen des Rollstuhls zu bauen. Die Entwicklung einer marktreifen Version des High-Tech-Gefährts werde aber noch Jahre dauern, hieß es. Derzeit arbeite das Institut daran, den Rollstuhl mit Hilfe des Ortungssystems GPS auch im Freien einsetzbar zu machen. Die Technik eignet sich den Angaben zufolge besonders für Menschen, die von Tetraplegie betroffen sind. Bei dieser Form der Querschnittslähmung sind sowohl Beine als auch Arme gelähmt.