Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland > Innenpolitik >

Röttgen will strengere Auflagen für AKW

...

Röttgen will strengere Auflagen für AKW

10.09.2010, 21:07 Uhr

Atomkraftwerk Grafenrheinfeld: Machen Sicherheitsauflagen den Betrieb von AKW bald unrentabel? (Foto: dpa)

Atomkraftwerk Grafenrheinfeld: Machen Sicherheitsauflagen den Betrieb von AKW bald unrentabel? (Foto: dpa)

Neue, strenge Sicherheitsauflagen könnten den Betrieb mehrerer Atomkraftwerke unrentabel machen und zu einer Laufzeit-Verlängerung nur bei einigen der 17 noch laufenden Anlagen führen: Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" vorschreiben, dass alle deutschen Kernkraftwerke mit Baumaßnahmen gegen Flugzeugabstürze geschützt werden.

Alle AKW sollten gegen den Absturz eines Passagierflugzeugs vom Typ A320 geschützt sein, das Terroristen in einen Meiler lenken könnten. Von Atomkraftgegnern wird kritisiert, dass zum Beispiel das in der Einflugschneise des Münchener Flughafens gelegene AKW Isar 1 nicht ausreichend gesichert sei. Das hessische AKW Biblis, das in der Nähe des Frankfurter Flughafens liegt, sei bereits beim Absturz kleinerer Maschinen gefährdet.

Konzerne warnen vor finanzieller Überlastung

Die Energiekonzerne hatten zur Verbesserung des Schutzes vor Abstürzen oder Attacken Vernebelungsanlagen ins Spiel gebracht. Eine ganze Reihe von Atomkraftwerken bräuchte bei einer Durchsetzung strenger Nachrüstungspläne wohl eine neue Schutzhülle aus Beton. Das könnte bei den älteren Anlagen den Weiterbetrieb unrentabel machen.

Die Konzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW warnen vor einer finanziellen Überlastung. Neben der Brennelementesteuer und möglicherweise hohen Kosten für eine Nachrüstung sollen sie einen weiteren Beitrag bei längeren Laufzeiten zahlen. Die Atombranche fordert mindestens 15 Jahre längere Laufzeiten bis etwa zum Jahr 2040 - auch, damit sich mögliche Nachrüstungen lohnen.

Reduzierung der CO2-Emissionen

Präzisiert hat Röttgen laut "Spiegel" bei der Arbeit am Energiekonzept zudem, wie stark die CO2-Emissionen nach 2020 fallen sollen: Um 55 Prozent gegenüber 1990 bis zum Jahr 2030 und um 70 Prozent bis 2040. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Röttgen hätten sich auf auf eine Reihe von Klimaschutzmaßnahmen geeinigt.

Geplant seien etwa eine weitere Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsprozesse für Stromleitungen und für Wasserkraftwerke. Staatliche Bürgschaften solle es geben, um Investitionen in Offshore-Windparks abzusichern. Und Hausbesitzer sollen stärker gefördert werden, wenn sie ihre Ölheizungen durch umweltfreundliche Heizungen ersetzen. Zusätzlich rund drei Milliarden Euro veranschlage die Regierung pro Jahr, um die Energieziele zu erreichen.

Gutachten zu Laufzeiten

Der Streit um die Laufzeiten der AKW geht weiter. Ein von der Bundesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten zu den Energieszenarien kommt laut Medienberichten zu dem Schluss, dass zwölf oder 20 Jahre längere Laufzeiten die größten Effekte für den Klimaschutz und die Strompreisentwicklung hätten. Für das Gutachten waren die Effekte von vier, zwölf, 20 und 28 Jahren längeren Laufzeiten durchgerechnet worden - Für Kritik sorgt die Methodik. Umweltschützer sehen eine Benachteiligung erneuerbarer Energien.

Auf Basis des federführend vom Energiewirtschaftlichen Institut der Universität Köln (EWI) und der Prognos AG erarbeiteten Gutachtens will die Regierung bis Ende September ihr Konzept zum zukünftigen Energiemix vorlegen. Kritisiert wird, dass das EWI acht Millionen Euro an Förderung von den Atomkonzernen RWE und Eon erhält.


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Röttgen will strengere Auflagen für AKW" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Röttgen will strengere Auflagen für AKW" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (31)

zum Forum

Thema: "Röttgen will strengere Auflagen für AKW"

Wolf S. schrieb: am 28. August 2010 um 16:19:10
(0) (0) Röttgen will strengere Auflagen
@ Hainchen. Ich stimme voll zu: Jeder soll den Schaden, den er anrichtet selbst gutmachen.
Verursacherprinzip. Die AKW-Betreiber sollen alle polizeilichen Sicherungsmaßnahmen für die Castortransporte und den Bau und Betrieb der Endlagerstätten selbst zaheln. Wären die AKWs staatlich, müsste der Staat das bezahlen. Aber genauso müssten die Vertreter der erneuerbaren Energien die nötigen Pumpspeicherwerke bauen, die Überlandleitung von N- nach Süddeutschland ausbauen, ihre Hausaufgaen machen.
mehr Kommentar melden

Rechnungsfälscher schrieb: am 28. August 2010 um 16:08:56
(0) (0) Fakten, nicht Meinungen
@diewei: Es geht um Fakten, nicht um Meinungen.

Kommentar melden

diewei schrieb: am 28. August 2010 um 16:03:29
(0) (0) akw
hallo heinzi, diese "umwelschützer" wissen doch nicht was sie sagen, die plappern nur den alten und neuen grünen hinterher. lernen beim
tun (neudeutsch).
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Eine Frau versucht bei den "Redneck Games" in Dublin, einen Schweinefuß mit dem Mund zu fischen. (Quelle: dpa\Erik S. Lesser)

Tierischer Tauchgang. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige