
22.10.2011, 09:28 Uhr
Einst ein Mega-Star am Himmel: der Satellit Rosat (Quelle: dpa)
Zwei Jahrzehnte war er ein künstlicher Mega-Star am Himmel, nun fällt er tief: Der Röntgensatellit "Rosat" wird voraussichtlich in der Nacht oder den Morgenstunden mit 28.000 Kilometern pro Stunde unkontrolliert in die Erdatmosphäre eintauchen. Dabei wird das Objekt größtenteils verglühen, doch etwa 30 Trümmerteile werden auf die Erde stürzen - und könnten dabei auch Deutschland treffen, warnt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Nach jüngsten Berechnungen soll "Rosat" in der Nacht zum Sonntag oder am Sonntagvormittag in die Erdatmosphäre eintreten. Der Wiedereintritt werde zwischen Samstagabend 20 Uhr und Sonntag 14 Uhr erwartet, sagte ein DLR-Sprecher. Diese Angaben können sich jedoch noch ändern. Die voraussichtliche Absturzstelle lässt sich noch nicht berechnen.
Die DLR-Experten glauben aber nicht, dass "Rosat" für irgendjemanden auf dem Globus gefährlich wird. "Wir gehen davon aus, dass nichts passiert", sagt Vorstandschef Johann-Dietrich Wörner.
Trümmerteile von "Rosat" gehen mit einer Chance von 1 zu 580 in Deutschland zu Boden. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in Deutschland durch den Satelliten zu Schaden kommt, liegt laut DLR bei 1 zu 700.000. Sollte "Rosat" doch Schaden anrichten, würden die USA, Deutschland und Großbritannien gemeinsam haften, weiß Rechtsexperte Bernhard Schmidt-Tedd. Wörner versichert, das DLR stünde dann zu seiner Verantwortung.
"Rosat" ist mittlerweile von einer Höhe von einst 580 Kilometern über der Erde bis Anfang September auf 290 Kilometer abgesunken. "Im Mai war er noch relativ stabil, aber in der letzten Phase wird er taumeln", glaubt der Fachmann für Weltraumrückstände, Manuel Metz.
Ob die bis zu 30 erwarteten Trümmerteile nun im Meer versinken, auf einem Acker einschlagen oder spurlos verschwinden, kann daher niemand voraussagen. Sowohl Experten in den USA als auch in einer Großradaranlage bei Bonn lassen "Rosat", der in 90 Minuten einmal die Erde umkreist, nicht aus den Augen.
Statistisch am wahrscheinlichsten ist, dass die Satellitentrümmer irgendwo auf der Welt über unbewohntem Gebiet niedergehen oder aber ins Meer stürzen. Allerdings lassen sich der exakte Zeitpunkt und der Ort des Wiedereintritts von "Rosat" in die Atmosphäre nicht vorhersagen.
Über Evakuierungen oder Flugraumsperrungen nachzudenken, sei aber angesichts des sehr geringen Risikos "nicht angemessen". "Es ist schon so viel runtergefallen. Der Unterschied ist nur, dass wir als gründliche Deutsche genauer hingucken", meint Wörner.
Bereits sicher ist, dass die Flugbahn von "Rosat" zwischen dem 53. nördlichen und südlichen Breitengrad verläuft: So könnten von einem Absturz auch Teile in der Mitte und im Süden Deutschlands betroffen sein. Dagegen liegen das nördliche Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und der größte Teil Mecklenburg-Vorpommerns nördlich der Bahn, auf der "Rosat" die Erde derzeit noch in 90 Minuten einmal umkreist.
Der Weltraum ist voll mit Müll, dauernd treten Trümmer in die Atmosphäre ein. Allein 2010 kam es 400 Mal dazu, auch Satelliten waren darunter. Aber kein Mensch kam je ernsthaft zu Schaden, sagen die Fachleute. "So es denn nötig sein sollte", werde man aber schnell eine Bürger-Hotline einrichten, ergänzt Ursula Fuchs vom Amt für Katastrophenschutz.
Gerade erst im September hatte der tonnenschwere Satellit UARS für Aufregung gesorgt, war dann aber folgenlos im Pazifik abgetaucht. Würde jedoch nun ein größeres "Rosat"-Fragment mit 400 Kilometern pro Stunde auf den Erdboden einschlagen, müsste man auf jeden Fall mit einem Krater von mehreren Metern Durchmessern rechnen, prognostiziert Wörner. Darin seien möglicherweise "Rosat"-Klumpen zu finden, diese seien zwar ungiftig - ein Finder sollte sich aber dennoch hüten: "Er darf sie nicht behalten. Das ist Eigentum Deutschlands. Und er soll auch nichts anfassen."
Die deutsch-britisch-amerikanische "Rosat"-Mission war ein leuchtender Stern für die Astronomie. Als der knapp 2,5 Tonnen schwere Satellit im Juni 1990 von Florida aus ins All startete, konnten die Forscher erstmals den gesamten Himmel mit einem abbildenden Teleskop auf Quellen von Röntgenstrahlen absuchen. "'Rosat' war ein unglaublich erfolgreicher Satellit", lobt Wörner.
Fakten zum Forschungssatelliten Rosat (Quelle: dpa)Der Satellit lieferte die ersten Röntgenbilder vom Mond, fing Röntgenstrahlen von Kometen ein, beobachtete Neutronensterne und Galaxien, entdeckte Schwarze Löcher und Überreste von Supernova-Explosionen. "Rosat" übertraf alle Erwartungen. Die Mission trug dazu bei, unser Universum besser zu verstehen. 4000 Forscher aus 24 Ländern nutzten "Rosat".
Das damals größte Röntgenteleskop sollte 18 Monate arbeiten, hielt aber bis Februar 1999 durch. Dann fielen die Messinstrumente aus, und der Satellit wurde abgeschaltet, sagt Radioastronom Roland Gräve. "'Rosat' hat keinen Antrieb und kann nicht mehr kommandiert werden." Es gebe keine Möglichkeit, das 2,20 mal 4,70 mal 8,90 Meter große Objekt gezielt zur Erdoberfläche zurückzuführen.
Quelle: AFP , dpa
Wunderkerze schrieb:
am 22. Oktober 2011 um 18:43:53
(153)
(106)
Absturz
Gut, daß keine Wahl in Deutschland ansteht Sonst würden die Grünkommunisten gleich Alarm schlagen und Profit aus dem
bevorstehenden Unheil ziehen wollen. Merkel würde die gesamte Raumfahrt verbieten lassen
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gromek schrieb:
am 22. Oktober 2011 um 18:42:36
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(39)
Rosat
das muss man sich vorstellen ,da sagen experten das die warscheinlichkeit dass der rosat niemanden in gefahr bringt und garantiert auf
unbewohntes gebiet fällt sehr gross ist .
und die selben experten wissen nocht nichtmal wo und wann er runterfällt.das ist der hammer.
das ist genauso als neulich die nobelpreise vergeben wurden und zwar für die erkenntnis einiger astrophysiker dass das universum sich weiter ausdehnt .was keiner eindeutig beweisen kann.unglaublich
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Beobachter schrieb:
am 22. Oktober 2011 um 18:42:10
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Halte Nachtwache
Werde heute Nacht Wache halten, damit ich den Untergang so schnell wie möglich der gierigen Presse melden kann. Das wird
dann wieder eine Sondermeldung. Dann will ich aber vón der Sonderauflage auch einen kleinen Gewinn abhaben.
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