29.04.2010, 13:23 Uhr | AFP, dpa
Mögen sich gar nicht: "Bandidos"- und "Hells-Angels"-Rocker. Dabei haben sie doch einiges gemein: das oft martialische Auftreten und die Verachtung der Staatsgewalt (Fotos: dpa)
In Schleswig-Holstein sind zwei Motorradklubs der verfeindeten Rockerbanden "Hells Angels" und "Bandidos" verboten worden. Das Verbot betrifft die "Hells Angels MC Charter Flensburg" und die "Bandidos MC Probationary Chapter Neumünster", wie der Innenminister des nördlichsten Bundeslandes, Klaus Schlie (CDU), in Kiel mitteilte.
Am Donnerstagmorgen hatten zudem 300 Polizeibeamte zehn Wohnungen von Vereinsmitgliedern und Vereinsheime in Flensburg und Neumünster sowie in der näheren Umgebung beider Städte durchsucht. Die Fahnder stellten unter anderem das Vermögen beider Klubs sicher. Persönlich betroffen von dem Verbot sind 17 Mitglieder der "Bandidos" und zwölf Mitglieder der "Hells Angels".
Beide Vereine haben nach Ansicht der Behörden wiederholt gegen Strafgesetze verstoßen und sich außerdem deutlich gegen die verfassungsmäßige Ordnung gerichtet. Nach Überzeugung von Innenminister Schlie verfolgen beide Rockerbanden das Ziel, "kriminelle Macht zu entfalten und die Gebiets- und Machtansprüche gegen den jeweils anderen Verein mit Waffengewalt durchzusetzen".
"Hells Angels" und "Bandidos" liefern sich in nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in anderen Bundesländern seit Monaten blutige Auseinandersetzungen. Erst am Dienstag hatte die Polizei in Neumünster und Kiel zwei "Bandidos"-Mitglieder und einen Unterstützer des Klubs festgenommen. Die Männer sollen im Januar in einem Schnellrestaurant in Neumünster zwei Mitglieder eines Unterstützerklubs der "Hells Angels" niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben.
Gegen zahlreiche Vereinsmitglieder beider Banden laufen derzeit Ermittlungsverfahren. Die Straftaten seien "sichtbar" Aktivitäten der Vereine, urteilte CDU-Minister Schlie. Weitere gewalttätige Konflikte mit zunehmender Brutalität und Schärfe seien nicht auszuschließen. Es handele sich hier "nicht um harmlose Motorradklubs, deren Mitglieder sich zu friedlichen Wochenendausflügen treffen". Der Innenminister warnte zugleich vor überzogenen Erwartungen: "Wir können trotz der Vereinsverbote nicht ausschließen, dass es weiter gewalttätige Auseinandersetzungen im kriminellen Rockermilieu geben wird."
Quelle: AFP , dpa
olala schrieb:
am 29. April 2010 um 12:16:54
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das wird doch nix...
es wurden doch schonmal clubs verboten, und nü? sie gibts immernoch. das sind beides weltweite organisationen. und die
will klein germany verbieten???
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Charlie schrieb:
am 29. April 2010 um 12:07:28
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Angels
Jetzt haben die Politiker wiedermal ein anderes gefunden, um von ihren krimi.... handlungen abzulenken. Warum werden Huligans ect.
nicht Verboten? Nein immer nur die Bösen Rocker. Sagt mir einen Rocker der Kinder mißbraucht! So etwas gibts nähmlich nicht, aber in anderen Organisationen. Warum werden diese nicht Verboten?
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IDEFIX schrieb:
am 29. April 2010 um 12:03:34
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TUT GUTES!
Und jetzt noch die Karren für einen guten Zweck versteigern, die Typen, die ja alle anderen Biker mit in den Dreck gezogen haben
könne sich ja im nächsten Spielzeugladen einen Holzroller kaufen! Respekt vor der Entscheidung in Kiel, warum geht das nicht bundesweit?
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