04.04.2011, 12:30 Uhr
08.06.2009: Ein Rettungsteam der brasilianischen Marine birgt eines der wenigen auf dem Meer treibenden Wrackteile. (Foto: dpa)
Ein Suchschiff mit Tauchrobotern hat die Überreste einer Air-France-Maschine entdeckt. Sie war vor knapp zwei Jahren unter räselhaften Umständen über dem Atlantik abgestürzt. 228 Menschen kamen dabei ums Leben. Flugzeughersteller Airbus sprach von einer guten Nachricht. Ermittler vor Ort hätten die Teile zweifelsfrei dem am 1. Juni 2009 verunglückten Airbus A330 zugeordnet.
Der Chef der französischen Flugunfall-Untersuchungsbehörde BEA, Jean-Paul Troadec, äußerte die Hoffnung, dass nun doch noch der Flugschreiber und der Stimmrekorder der Unglücksmaschine gefunden werden könnten. Das "Feld" im Meer mit den entdeckten Wrackteile sei relativ klein, sagte er. Deshalb gebe es die Hoffnung, dass nun auch die Blackboxen gefunden werden.
"Wir hoffen, dass die beiden Datenrekorder geborgen und ausgelesen werden können - denn nur sie können Hinweise darauf geben, was tatsächlich passiert ist", sagte Airbussprecher Stefan Schaffrath. Frankreichs Verkehrsministerin Nathalie Kosciusko-Morizet betonte, der Fund dürfte die Untersuchung des Unfalls enorm beschleunigen.
Die erst vor wenigen Tagen begonnene vierte und nun erfolgreiche Suchaktion wird von Air France sowie von Airbus zusammen mit rund 9,2 Millionen Euro finanziert. Auch Air France bestätigte am späten Abend in einer Stellungnahme mit Hinweis auf die BEA den Fund des Wracks. Die Suche ist für die Hinterbliebenen die wohl letzte Hoffnung, Gewissheit über das genaue Schicksal der Passagiere von Flug AF 447 zu bekommen.
Der zweistrahlige Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf dem Nachtflug von Brasilien nach Frankreich mitten in einer Unwetterfront abgestürzt, nachdem die Geschwindigkeitsmesser und mehrere Geräte ausgefallen waren. 28 der 228 Opfer waren Deutsche.
Die automatisch gefunkten Meldungen des Flugzeugs und die aus dem Atlantik gefischten Wrackteile reichten bisher nicht aus, den Hintergrund der Katastrophe zu klären. Die ersten drei Suchen nach Wrack und Flugschreibern waren erfolglos geblieben. Am 25. März hatte eine neue Suchaktion im Atlantik begonnen. Bei dieser wurden nun die Wrackteile entdeckt.
Quelle: dapd , dpa
user1 schrieb:
am 4. April 2011 um 15:53:16
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Gefundenes Wrack
Für einige Kommentare hier muß man sich einfach schämen. Wollen wir doch hoffen, daß die Flugschreiber geborgen und
ausgewertet werden können. Wenn dann die Ursache einwandfrei geklärt sein sollte, ist das doch für die betroffenen Angehörigen endlich ein Schlußstrich in der gesamten Angelegenheit und sie können in Würde ihrer Verstorbenen gedenken.
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Bert schrieb:
am 4. April 2011 um 15:39:38
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@Egal
So ist es! Als Beispiel nur den Kommentar von Peter, der vergleicht doch seinen (wohl uralt) Ford-Mondeo mit einem Flugzeug. An seinem
Sicherungs-Fehler hatte er vielleicht selber Schuld. Da wird doch nachträglich in die Fahrzeuge alles mögliche eingebaut, Schnick-Schnack, Super-Booster, Zusatzscheinwerfer, usw. Die Verdrahtung ist dann unter aller Sau.
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Egal schrieb:
am 4. April 2011 um 15:12:12
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Absturz
Wenn man die ganzen unqualifizierten Kommentare so liest, wundert mich nicht, dass wir beim Pisa-Test so schlecht abgeschnitten
haben. Ca 90 % des geschriebgenen Mülls hat mit dem Thema nichts zu tun.
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