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Rick Santorum: Neuer Star der Republikaner will den Iran bombardieren

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Neuer Star der Republikaner will den Iran bombardieren

02.01.2012, 12:17 Uhr

Der neue Liebling der christilich-konservativen Rechten in den USA: Der Ex-Gouverneur von Pennsylvania Rick Santorum (Quelle: dpa)

Der neue Liebling der christilich-konservativen Rechten in den USA: Der Ex-Gouverneur von Pennsylvania Rick Santorum (Quelle: dpa)

Kampf mit allen Mitteln kurz vor dem Wahlkampfauftakt: Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum ist der Aufsteiger der Stunde - und will mit einer radikalen Linie gegenüber dem Iran punkten. Als Präsident werde er die iranischen Atomanlagen bombardieren lassen, sofern sie nicht für internationale Inspektoren geöffnet oder abgebaut würden, verkündete der Liebling der Christlich-Konservativen in einem Fernseh-Interview.

Amtsinhaber Barack Obama habe nicht genug dafür getan, die Iraner am Bau einer Atombombe zu hindern und die USA in einen Papiertiger verwandelt, sagte Santorum. Wie sein Vorgänger George W. Bush setze Obama vor allem auf diplomatischen und wirtschaftlichen Druck, um den Iran zur Aufgabe seines Atomprogramms zu drängen. Das sei zu wenig.

Jetzt wird es ernst

Mit den Vorwahlen in Iowa beginnt am Dienstag endlich offiziell der Ausleseprozess, an dessen Ende der Herausforderer von Präsident Barack Obama stehen wird. Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner glich in den vergangenen Monaten einer nicht immer ganz seriösen Castingshow: Seit dem Frühjahr konnte das Wahlvolk mitverfolgten, wie die Bewerber auf den Beliebtheitsskalen der Demoskopen rauf- und runterrutschten, über Affären stolperten oder sich peinliche Patzer vor Fernsehkameras leisteten.

Doch nun wird es ernst: Alle wichtigen Kandidaten tourten in den vergangenen Tagen durch die Städte und Dörfer des kleinen Agrarstaates im Mittleren Westen. Vereint sind sie in ihrer Kritik an Obama. In ihren Augen hat der demokratische Präsident die Wirtschaft mit zu viel staatlicher Einmischung in Ketten gelegt und ist für lahmende Konjunktur und hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich.

Video
Obamas Herausforderer buhlen um Farmer-Stimmen

Im Bundesstaat Iowa beginnen traditionell die US-Vorwahlen. Hier zählt vor allem eins: die Landwirtschaft. zum Video

Auch Bush Senior steht hinter Romney

Als Favorit gilt Mitt Romney. Der frühere Gouverneur von Massachusetts hat die meisten Spenden und ein gut organisiertes Wahlkampfteam im Rücken. Außerdem hält ihn das Establishment der Partei für den aussichtsreichsten Obama-Gegner. "Ich denke, dass Romney die beste Wahl für uns ist", bekannte der frühere Präsident George Bush Senior kürzlich in der Zeitung "Houston Chronicle". Doch Romney darf sich nicht zu sicher fühlen: Seine einst eher liberalen Positionen bei Themen wie Abtreibung lassen viele Republikaner zweifeln, ob der Mormone ein überzeugter Konservativer ist.

In Iowa findet traditionell der Auftakt bei der basisdemokratischen Kandidatenkür für die Präsidentschaftswahlen statt. Bei den so genannten Caucuses treffen sich Republikaner am Dienstagabend überall in dem Bundesstaat zu Wahlversammlungen, um zunächst über die Kandidaten zu diskutieren und dann abzustimmen. Die Bewerber müssen sich zwar in allen 50 Bundesstaaten dem Votum der Wähler stellen, den Vorwahlen in Iowa kommt als erste Abstimmung allerdings eine besondere Bedeutung zu. Wer hier gewinnt, kann mit dem Schwung des Sieges in den Nominierungsmarathon gehen.

Foto-Serie: Obamas Gegenspieler
6 Bilder von 19

Hoffnung auf den Doppelschlag

Meinungsforscher sahen Romney in Iowa lange im Rückstand. Zuletzt lieferte er sich aber nach Angaben der Webseite realclearpolitics.com in Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem texanischen Abgeordneten Ron Paul, der den Einfluss des Staates auf ein absolutes Mindestmaß reduzieren will. Romneys Hoffnung ist, dass er erst Iowa und dann am 10. Januar die zweite Vorwahl in New Hampshire gewinnen kann. In dem Ostküsten-Staat führt er in Umfragen klar. Nach diesem Doppelschlag, so das Kalkül, käme die Konkurrenz kaum noch an ihm vorbei.

In landesweiten Erhebungen konnte sich Romney jedoch nie einen klaren Vorsprung erarbeiten, in mehreren Umfragen der jüngsten Zeit liegt er hinter Newt Gingrich. Doch der frühere Chef des Repräsentantenhauses hat eine schwache Wahlkampfmaschine: In Virginia wird Gingrichs Name auf dem Wahlzettel fehlen, weil sein Team nicht die nötigen Unterschriften dafür hatte sammeln können.

Santorums großes Problem

Profitieren könnte Romney auch davon, dass die erzkonservative Tea-Party-Bewegung und der evangelikale Flügel sich nicht geschlossen hinter einen Bewerber gestellt haben: Ihre Lieblinge Michele Bachmann oder Rick Perry dümpeln in Umfragen im einstelligen Bereich. Bei Erhebungen in Iowa erhielt Romney in den vergangenen Tagen allerdings unerwartete Konkurrenz durch Santorum, dem Meinungsforscher einen Coup in dem ersten Vorwahl-Staat zutrauen.

Santorums großes Problem ist wie das von Ron Paul aber die Wählbarkeit - ihre politischen Ansichten gelten auch in der eigenen Partei als nicht mehrheitsfähig. Im direkten Umfrage-Vergleich mit Obama liegen beide deutlich zurück. Romney liegt zwar ebenfalls hinter dem Amtsinhaber, im Schnitt jedoch nur um 1,6 Prozentpunkte.


Quelle: t-online.de , AFP , dapd

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Kommentare (305)

zum Forum

Thema: "Rick Santorum: Neuer Star der Republikaner will den Iran bombardieren"

bubbes schrieb: am 2. Januar 2012 um 18:29:44
(228) (109) kriegstreiber
verstehe nich so ganz, sind doch eigentlich ganz freidliche leute die USA das wäre doch das 1X das die usa einmaschieren
würde in einem fremden land, denn nicht umsonst hat der präsident den friedenspreis bekommen oder waren die in schweden auch voll gekifft, kann doch nicht sein , aber der onkel sam macht das schon , passt nur auf das ihr nicht ein 2vietam bekommt
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Erwin schrieb: am 2. Januar 2012 um 18:28:43
(463) (129) USA
Überall wo der Ami sich einmischt, gibt es Krieg und Totschlag. Es ist ein Trauerspiel, das die Merkel sich mit solchen Gangstern abgibt
und diese bei ihren Agressionen noch unterstützt.
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mark36 schrieb: am 2. Januar 2012 um 18:27:09
(311) (65) Konjunkturprogram
Die Amerikaner brauchen jetzt schleunigst ein weiteres Konjunkturprogramm für die Waffenindustrie. Ohne Krieg wird das zu
teuer. Bei einem gewonnenen Krieg bedient man sich der Ölreserven des Landes wie im Irak. Das sind handfeste nationale Wirtschafts und Sicherheitsinteressen die rechtfertigen ja wohl ein Krieg gegen ein Mitglied aus der Achse des Bösen.
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