
04.01.2012, 08:41 Uhr
Hat sich mit seinen Fernsehauftritten selbst ins Abseits gestellt: der republikanische Präsidentschaftskandidat Rick Perry (Quelle: Reuters)
Manchmal sind politische Karrieren schneller vorbei, als man ahnt. Die Laufbahn des US-Republikaners Rick Perry endete, zumindest vorläufig, mit einem unscheinbaren Wörtchen: "Oops".
Bei der jüngsten TV-Debatte der Konservativen standen nicht die Belästigungs- und Grabsch-Vorwürfe gegen den Ex-Pizzaunternehmer Herman Cain im Mittelpunkt - sondern Rick Perrys Patzer. Die nur 53 Sekunden lange Episode war der Video-Bestseller des Tages.
Perry wollte die drei Ministerien aufzählen, die er als Präsident abschaffen würde: "Handel, Bildung und…" Doch an das dritte konnte er sich nicht erinnern, suchte unter vielen "Ähms" verzweifelt nach dem Namen. "Sie können das dritte Ministerium nicht nennen?", fragte Co-Moderator John Harwood ungläubig. "Sorry", sagte Perry - gefolgt von jenem Wort, das seine Kandidatur zum Scheitern verurteilte: "Oops."
Die meisten Kommentatoren - auch Perry-Unterstützer - erklären seine Politkarriere seither für so gut wie erledigt. Zumal es schon vorher Zweifel an seiner Kompetenz gab. Es stelle sich nun die Frage, ob Perry noch viele Spendengelder eintreiben könne, sagte der republikanische Wahlstratege Mike Murphy der "New York Times". Murphy glaubt nicht daran und prophezeit einen "Spenderstreik". Perrys Auftritt beweise, dass er nicht reif sei für die Primetime, sagte Roger Stone, legendär-berüchtigter Kandidatenmacher der Republikaner, dem "Wall Street Journal".
Aussteigen will Perry dennoch nicht. "Sie können darauf wetten, dass ich weitermache", sagte er dem Network NBC. Er ließ aber offen, ob er an weiteren Debatten teilnehmen werde, über einen geplanten Auftritt am Samstag hinaus.
So oder so: Perry wäre nicht der erste, dem ein - unter anderen Umständen verzeihlicher - Ausrutscher zum Verhängnis würde. Die Geschichte der US-Politik ist voller selbstverschuldeter Karriereknicks - von Dan Quayle über Gerald Ford bis hin zu Sarah Palin, der Hohepriesterin des telegenen Fauxpas.
Quelle: Spiegel Online
Werner schrieb:
am 15. November 2011 um 15:14:30
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Lothar48
Nee nee, nicht Albtraum der Linken, das endgültige Ende der USA als bedeutende Macht. Du oder Sie sollte(n) sich mal an Reagan und
Bush erinnern und dann sich dann deren Allgemeinunwissen mal 10 vorstellen.
Nur kann sich sowas leider die Welt nicht mehr leisten.
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wim schrieb:
am 13. November 2011 um 06:03:21
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@Lothar48
@Lothar48: tut, tuuuuuuuut...! Ha, ha...!
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Lothar48 schrieb:
am 12. November 2011 um 17:32:58
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Fettnäpfe
Es ist schon interessant, wie sich die EU-Linkspresse mit für Europa bedeutungslose Themen beschäftigen tut. Freilich vorbeugend
- schließlich wäre ein (entuell zukünftiger) erzkonservativer und rechtgläubiger US-Präsident ein Albtraum der Linken. Man muss so früh wie möglich die Person diffamieren - eine erfolgreiche Methode europ. Linkspolitiker. In den USA interessiert diese Aktion eher niemanden. Im Vergleich: Frau Merkel hat man bisher ausgespart - sie ist schwach genug.
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