06.09.2011, 12:50 Uhr | Von Jan Zawadil, dpa
Reutlingens Bürgermeister Peter Rist will Schlagersänger werden. (Quelle: dpa)
Als Finanzbürgermeister verantwortet Peter Rist in Reutlingen einen Millionen-Etat. Eigentlich ein spannender Job. Doch er will ihn an den Nagel hängen - und Karriere als Schlagersänger machen.
Wenn Peter Rist morgens in sein Büro im Reutlinger Rathaus kommt, gehören Anzug und Krawatte zum guten Ton. Schließlich wird von dem 42-jährigen Finanzbürgermeister ein seriöser Auftritt erwartet. Aber wenn er abends in seiner lässigen Lederjacke auf der Bühne steht und von Liebe und Herzschmerz singt, wird er zum Schwiegermutterschwarm. Schon seit langem träumt Rist von einer Karriere als Schlagersänger, und jetzt macht er Nägel mit Köpfen: 2013 soll Schluss sein mit dem Job als Bürgermeister, sagt er. Dann will sich der 42-Jährige auf seine Karriere im Schlagergeschäft konzentrieren.
Von Liebe, Liebeskummer und der kleinen Portion Glück im Leben handeln seine Lieder. Im Herbst erscheint sein Debütalbum "Willkommen im Leben". Was genau darauf zu hören sein wird, will der Sänger noch nicht verraten. Aber seine Erwartungen an das Album sind klar: "Ich will den Menschen frohe Minuten bereiten".
Dass Rist für seinen Traum von der Gesangskarriere seine Bürgermeisterlaufbahn und seinen gut bezahlten Job an den Nagel hängen will, hat bei vielen in Reutlingen für Kopfschütteln gesorgt. Der 42-Jährige ist sicher, das Richtige zu tun. "Schließlich gibt es Wichtigeres als ein sicheres Leben", sagt er.
Schon als Kind habe er im Ausflugslokal seines Vaters die Besucher mit Schuhplattlern unterhalten, erzählt Rist. Ausschlaggebend für seine Entscheidung, sich ganz auf den Schlager zu konzentrieren, war der runde Geburtstag seiner Ehefrau vor zwei Jahren. Für sie schrieb er ein Lied, die Geburtstagsgäste waren begeistert - und Rist hatte seinen ersten großen Erfolg als Sänger. Da habe er den Entschluss gefasst, aus dem Hobby Musik endlich mehr zu machen.
Dass es mit der Schlagerlaufbahn überhaupt nichts werden könnte, davon geht der 42-Jährige nicht aus. Die Frage sei bloß, ob er in der ersten oder der zweiten Liga spiele, sagt Rist selbstbewusst. Einen Plan B habe er jedenfalls nicht.
Quelle: dpa
Sandy schrieb:
am 6. September 2011 um 18:12:58
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Singen
Meine Güte, muss dem sein Job langweilig sein.
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Claasje van Wetschewell schrieb:
am 6. September 2011 um 16:10:15
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singender Schultes
Ist denn seine Pension schon in trockenen Tüchern?
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Edward schrieb:
am 6. September 2011 um 16:09:46
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Bürgermeister als Schlagersänger
Warum nicht? Straßburgs Bezirksbürgermeister ist seit Jahren als Johnny Halliday Double unterwegs. Den
Leuten gefällt es und er hat Spaß.
Warum gibt es in Deutschland dazu eigentlich überwiegend Neidkommentare und abfällige Bemerkungen ?
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