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Regierung empfiehlt mehr Migranten als Lehrer

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Mehr Migranten sollen Lehrer werden

08.09.2010, 11:11 Uhr

In ihrem Integrationsprogramm empfiehlt die Bundesregierung, mehr Menschen mit Migrationshintergrund als Lehrer zu gewinnen (Foto: imago)

In ihrem Integrationsprogramm empfiehlt die Bundesregierung, mehr Menschen mit Migrationshintergrund als Lehrer zu gewinnen (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die Bundesregierung will mehr Lehrer mit Migrationshintergrund an die Schulen bringen. Das empfehle das "Bundesweite Integrationsprogramm", das am heutigen Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll, berichtete die Zeitung "Die Welt". SPD und Grüne forderten in der Debatte um Versäumnisse der Zuwanderungspolitik unterdessen, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), abzulösen.

Lehrer mit ausländischen Wurzeln würden die Vielfalt in der Schule bewusst machen und dazu beitragen, "Chancen aufzudecken, die in dieser Vielfalt liegen", heißt es laut "Welt" in dem Programm. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) will das 197 Seiten starke Programm des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge heute in Berlin vorstellen. Darin wird Bildung als Schlüssel zur Integration dargestellt. Gefordert werde, die Sprachförderung im Deutschen möglichst früh zu beginnen. Das Programm ist keine direkte Reaktion auf die Thesen von Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin, sondern wurde schon lange vorbereitet.

Westerwelle für "genaue Bestandsaufnahmen"

Außenminister Guido Westerwelle kündigte an, die Bundesregierung wolle noch im Herbst auf einem weiteren Integrationsgipfel über notwendige Konsequenzen im Bereich Migration beraten. "Wir brauchen beim Thema Integration immer wieder eine genaue Bestandsaufnahme", sagte der FDP-Politiker der "Passauer Neuen Presse". Die Politik müsse "diese Probleme konsequent anpacken" und "eine ernsthafte Diskussion" über das Thema Integration führen.

Die Opposition forderte die Regierung auf, die Integrationsbeauftragte Böhmer zu ersetzen. Sei sei in ihrem Amt "eine krasse Fehlbesetzung", sagte der SPD-Rechts- und Innenexperte Sebastian Edathy der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der innenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Dieter Wiefelspütz, nannte Böhmer in dem Blatt "eine Frühstückdirektorin, mit der sich keine handfeste Integrationspolitik verbindet". Auch für den integrationspolitischen Sprecher der Grünen-Fraktion, Memet Kilic, ist Böhmer "nicht die Richtige, um die anstehenden Herausforderungen in der Integrationspolitik zu meistern". Sie mache öffentlich große Ankündigungen, habe aber nichts bewegt.

"Mindestens 500.000 Einwanderer pro Jahr sind nötig"

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) verwies unterdessen darauf, dass Deutschland eine deutlich offensivere Einwanderungspolitik brauche. Angesichts der Überalterung der Gesellschaft benötige Deutschland "dringend Arbeitskräfte und Zuwanderer aus dem Ausland", sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann dem "Hamburger Abendblatt". Nötig seien "mindestens netto 500.000 mehr Menschen pro Jahr, um unsere Wirtschaftskraft dauerhaft zu sichern". Ohne Zuwanderung werde der Wohlstand sinken und die Lebensarbeitszeit müsse in Deutschland auf rund 70 Jahre verlängert werden.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) äußerte sich ähnlich. Er bezeichnete in der "Berliner Zeitung" Zuwanderung als Möglichkeit, dem Bevölkerungsschwund in Deutschland entgegenzuwirken. Die Einwanderung müsse forciert werden, "wenn wir die Leistungsfähigkeit Deutschlands erhalten wollen".


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Quelle: AFP

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Kommentare (81)

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Thema: "Regierung empfiehlt mehr Migranten als Lehrer"

Melanie schrieb: am 8. September 2010 um 17:18:59
(0) (0) Migranten als Lehrer
Mein Sohn hatte letztes Jahr Matheunterricht bei einer osteuropäischen Lehrerin. Sie konnte erst einmal kein richtiges
Deutsch und hatte noch nicht einmal mathematische Kenntnisse. Dass dann Deutschlands Schüler immer dümmer werden und die deutsche Sprache nicht mehr beherrschen ist ja dann wohl verständlich.
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Anita schrieb: am 8. September 2010 um 16:52:44
(0) (0) Migrantenlehrer
Wer hat bislang jemanden gehindert, Lehrer zu werden, um seinen (ehemaligen) Landsleuten zu helfen? Wie soll das jetzt auf
die Schnelle geändert werden? Und wieviele Nationen haben das Recht auf einen Lehrer ihrer (früheren) Muttersprache?
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günthner schrieb: am 8. September 2010 um 16:51:45
(0) (0) Migranten als Lehrer
Über Nacht wurde die BRD zum Einwanderungsland erklärt: Rot/Grün war verantwortlich! Keine demokratische Absegnung
durch einen Volksentscheid! In Exsistenzfragen einer Nation wurde von oben herab entschieden: Währung, EU, Lissabonner Vertrag,Einwanderung,Griechenlandhilfe, Eurowährungsschirm, Auslandseinsätze der Bundeswehr usw.! Der Großteil der hier lebenden sog. Migranten sind Analphabeten aus dem türkisch-anatolischen Raum! Wo sind die Lehrer ? Wer finanziert die Ausbildung! Na!? Die BRD!
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