Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Specials > Rechter Terror in Deutschland >

Rechtsextremismus: Mehrheit der Deutschen für NPD-Verbot

...
Drucken Drucken

Mehrheit der Deutschen für NPD-Verbot

25.11.2011, 11:13 Uhr

Teilnehmer an einer Anti-NPD-Demo: Die meisten Deutschen fordern ein Verbot der Partei (Quelle: ddp)

Teilnehmer an einer Anti-NPD-Demo: Die meisten Deutschen fordern ein Verbot der Partei (Quelle: ddp)

Im Kampf gegen den Rechtsextremismus ist laut aktuellen Umfragen die Mehrheit der Deutschen für ein Verbot der NPD. Einer Umfrage des ARD-Morgenmagazins zufolge setzen 52 Prozent darauf, die NPD zu verbieten. 42 Prozent reicht es aus, bestehende Gesetze schärfer anzuwenden. Dem ZDF-Politbarometer zufolge befürworten sogar drei von vier Deutschen ein Verbot der rechtsextremen Partei.

Laut der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen sind 77 Prozent für einen solchen Schritt, nur 19 Prozent äußerten sich ablehnend. Im Gegensatz zur ARD-Umfrage gab es die Antwort "Kein Verbot, aber Gesetze schärfer anwenden" hier nicht - daher möglicherweise die große Diskrepanz der Ergebnisse.

55 Prozent der von der ARD Befragten halten den Einsatz von V-Männern für die Bekämpfung rechtsextremistischer Terrorzellen für eher hilfreich. 33 Prozent meinen, dass das Engagement von V-Männern eher hinderlich im Kampf gegen den Rechtsextremismus ist.

Bosbach gegen U-Ausschuss

Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach hält derweil einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Neonazi-Morden für verfrüht. "Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit für einen Untersuchungsausschuss auf Bundesebene. Ich rate dringend dazu, erst einmal die Ermittlungsergebnisse abzuwarten", sagte der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag der "Financial Times Deutschland". Vor allem Landesbehörden wie der Thüringer Verfassungsschutz hätten versagt. "Ein Untersuchungsausschuss des Bundestags macht nur Sinn, wenn es Fehler im Verantwortungsbereich des Bundes gegeben hat", findet Bosbach.

Interaktive Karte
Der Atlas des Rechtsextremismus
Wo ist Deutschland wie rechtsextrem? (Quelle: stepmap.de)

In welchen Bundesländern sind Rechtsextreme wie organisiert? Wo sind die Hochburgen der NPD? Die Antworten gibt der Atlas des Rechtsextremismus

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) unterstrich das Ziel der Bundesregierung, mögliche Pannen und Fehler bei den Ermittlungen zur Neonazi-Mordserie umfassend aufzuklären. Das sei jetzt eine dringliche Aufgabe, auch um Vertrauen bei den Bürgern zurückzugewinnen, sagte Friedrich am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". "Ich möchte, dass Menschen mit Migrationshintergrund ... keine Angst haben", fügte er hinzu. Wichtig sei zudem, Konsequenzen zu ziehen. Dazu gehöre, Sicherheitsstrukturen neu zu ordnen und etwa den Informationsfluss zwischen Polizei und Verfassungsschutz zu verbessern.

SPD-Chef Sigmar Gabriel warnte in der Talkrunde vor vorschnellen Schlüssen aus der beispiellosen Verbrechensserie der Zwickauer Neonazi-Zelle. Das Grundproblem sei eine gesellschaftliche Verankerung rechten Gedankengutes. "Es gibt in der Mitte der Gesellschaft seit vielen, vielen Jahren eine Verharmlosung des Rechtsextremismus und rechter Gewalt." Hier müsse es ein Umdenken geben.

Foto-Serie: Nazi-Mordserie in Deutschland
6 Bilder von 22

Verfassungsschutz setzt auf Ruheständler

Unterdessen muss das Bundesamt für Verfassungsschutz auf Ex-Mitarbeiter im Ruhestand zurückgreifen, um fehlende Informationen über rechtsextremistische Kreise rekonstruieren zu können. "Es werden Sachbearbeiter befragt, die längst pensioniert sind", sagte Bosbach der "Mitteldeutschen Zeitung" mit Verweis auf entsprechende Auskünfte in der Innenausschuss-Sitzung am vergangenen Montag.

Grund ist die Vorgabe des Verfassungsschutzgesetzes, wonach personenbezogene Akten nach fünf Jahren vernichtet und nur in besonderen Fällen zehn Jahre lang aufbewahrt werden dürfen. Diese Regelung hatte auch der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, nach der Ausschusssitzung beklagt und hinzugefügt, dass seine Behörde mögliche Versäumnisse im Bereich Rechtsterrorismus nicht vollständig aufarbeiten könne.

Aus einem der "Mitteldeutschen Zeitung" vorliegenden Maßnahmen-Katalog des Bundesinnenministeriums ergibt sich, dass eine Korrektur des Gesetzes geplant ist. "Die Fristen sind zu kurz", heißt es da.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), sprach sich für eine intensive Betreuung der Opfer der rechtsextremistischen Terrorzelle aus. "Wir brauchen eine Ombudsperson, die für die Familien Ansprechpartner ist", sagte sie der "Rhein-Zeitung". "Es muss deutlich werden, dass sich jeder Betroffene an die Bundesregierung wenden kann."


Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Rechtsextremismus: Mehrheit der Deutschen für NPD-Verbot" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Rechtsextremismus: Mehrheit der Deutschen für NPD-Verbot" gefallen hat.

 
Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.

Klima & Umwelt
Der globale Klimawandel
CO2-Emmissionen der Industrie tragen zur Erderwärmung bei. (Quelle: Reuters)

Die Folgen der Erderwärmung für Mensch und Tier. Klima-Special


Shopping

Einkaufswelt
14,95 €-Gutschein sichern
Gutschein-Aktion bei KLiNGEL.de

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de

Einkaufswelt
Passform-Mode für Damen
Premium-Mode mit perfekter Passform - von RAPHAELA by BRAX

Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special

Einkaufswelt
Exklusiver Herren-Sale
Exklusiver Daniel Hechter-SALE

Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr



Aus anderen Bereichen

'Wir sollten jetzt nicht nach Ausreden suchen'
Die deutsche Abwehr wirkt beim Testspiel in der Schweiz meist sehr konfus. (Quelle: imago)

Kein deutscher Abwehr- spieler überzeugt. mehr

Großbrand wütet in Coburger Altstadt
Historische Häuser in Coburgs Altstadt stehen in Flammen (Quelle: dapd)

Historischer Stadtkern steht in Flammen. mehr

15 im Test: "Landliebe" nur befriedigend
Für viele ist das Frühstück erst mit Erdbeerkonfitüre perfekt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Erdbeerkonfitüre: auch 2 Discounter patzen. mehr


Anzeigen

Anzeige

UMFRAGE

Sollte die NPD verboten werden?

Anzeige
Einkaufswelt
Die neuen Kurzarmhemden
Die neuen Kurzarmhemden von Esprit

Lässige Frühjahrshemden im zeitlosen Karo-Muster. mehr

Special
Die neuen Kriege
US-Soldaten beim Einsatz in Afghanistan (Quelle: Reuters)

Moderne Kriegsführung und moderne Waffen. mehr

Special
Islamische Welt in Aufruhr
Massenproteste im Maghreb: Die arabische Welt ist in Aufruhr (Foto: Reuters)

Aktuelles, Hintergründe, Analysen aus den Krisengebieten. mehr

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Regionale Nachrichten
News aus Ihrer Region
Nachrichten aus Ihrer Region (Foto: imago)

Aktuelle Meldungen aus den Bundesländern. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Quiz
Rätseln Sie sich schlau!
(Montage: t-online.de)

Quiz bei t-online.de: Testen Sie Ihr Wissen. zur Quiz-Seite

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige