17.02.2012, 12:30 Uhr
Die Ausländerfeindlichkeit in der Bevölkerung nimmt der aktuellen Studie "Die Mitte in der Krise - Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010" zufolge zu. Leipziger Forscher fragten im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung im April 2010 verschiedene rechtsextreme Dimensionen ab: Ausländerfeindlichkeit, Befürwortung einer Diktatur, Verharmlosung des Nationalsozialismus, Antisemitismus, Chauvinismus und Sozialdarwinismus.
Die Wissenschaftler legten hierzu den 2411 Befragten im Alter von 14 bis 90 Jahren jeweils drei Aussagen vor, zu denen sie sich positionieren sollten. Sie konnten ihre Antworten von völliger Zustimmung bis hin zu kompletter Ablehnung abstufen. In der folgenden Übersicht sind die zwei Abstufungen "stimme überwiegend zu" und "stimme voll und ganz zu" zusammengefasst.
Dimension "Ausländerfeindlichkeit":
"Die Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen." - 34,3 Prozent Zustimmung
"Wenn Arbeitsplätze knapp werden, sollte man die Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken." - 31,7 Prozent
"Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet." - 35,6 Prozent
Dimension "Islamfeindlichkeit"
"Ich kann es gut verstehen, dass manchen Leuten Araber unangenehm sind." - 55,4 Prozent
"Für Muslime in Deutschland sollte die Religionsausübung erheblich eingeschränkt werden." - 58,4 Prozent
Dimension "Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur"
"Im nationalen Interesse ist unter bestimmten Umständen eine Diktatur die bessere Staatsform." - 8,8 Prozent
"Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert." - 13,2 Prozent
"Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert." - 23,6 Prozent
Dimension "Verharmlosung des Nationalsozialismus"
"Ohne Judenvernichtung würde man Hitler heute als großen Staatsmann ansehen." - 10,7 Prozent
"Die Verbrechen des Nationalsozialismus sind in der Geschichtsschreibung weit übertrieben worden." - 7,2 Prozent
"Der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten." - 10,3 Prozent
Dimension "Antisemitismus"
"Auch heute noch ist der Einfluss der Juden zu groß." - 17,2 Prozent
"Die Juden arbeiten mehr als andere Menschen mit üblen Tricks, um das zu erreichen, was sie wollen." - 14,8 Prozent
"Die Juden haben einfach etwas Besonderes und Eigentümliches an sich und passen nicht so recht zu uns." - 14,9 Prozent
Dimension "Chauvinsimus"
"Wir sollten endlich wieder Mut zu einem starken Nationalgefühl haben." - 37,6 Prozent
"Was unser Land heute braucht, ist ein hartes und energisches Durchsetzen deutscher Interessen gegenüber dem Ausland." - 30,6 Prozent
"Das oberste Ziel der deutschen Politik sollte es sein, Deutschland die Macht und Geltung zu verschaffen, die ihm zusteht." - 26,8 Prozent
Dimension "Sozialdarwinismus"
"Wie in der Natur sollte sich in der Gesellschaft immer der Stärkere durchsetzen." - 15,2 Prozent
"Eigentlich sind die Deutschen anderen Völkern von Natur aus überlegen." - 13,3 Prozent
"Es gibt wertvolles und unwertes Leben." - 10,8 Prozent
Quelle: dapd
Carri schrieb:
am 13. Oktober 2010 um 18:38:40
(5)
(5)
Rechtsextremismus?
Ein gesundes Selbstbewusstsein bzw. Nationalbewusstsein (siehe US-Amerikaner) sollten wir uns wieder angewöhnen. Zu
lange wurden wir in die Rolle der Duckmäuser und Leisetreter gedrängt. Man hat uns mit ständigem Vorhalten der Sünden unserer Väter zu demütigen versucht. Ein etwas höher getragenes Haupt ist daher noch längst kein Extremismus.
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Rudi schrieb:
am 13. Oktober 2010 um 18:36:11
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(5)
Rechtsextrem...
Der Euro, die Eu, zu viel Politiker (Landesregierung, Bundesregierung,Eu-Regierung), Hungerlöhne, Sozialstaat in falsche
Richtung, uvm, das alles macht Unzufriedenheit und dreht die Gadanken nach Rechts.
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