
26.07.2011, 08:45 Uhr
Die libysche Botschaft in Sofia (Bulgarien) schlägt sich auf die Seite der Rebellen. Ein Mitarbeiter zeigt die Flagge aus der Zeit vor Gaddafi sowie die bulgarische Flagge (oben) (Foto: dapd) (Quelle: dapd)
In der libyschen Botschaft in Bulgarien haben Rebellen den Botschafter vertrieben und ihre Flagge gehisst. Die von einem Konsul angeführte Gruppe entfernte die offizielle Fahne Libyens und vernichtete Porträts von Machthaber Muammar al-Gaddafi, berichteten Augenzeugen in Sofia.
Das bulgarische Außenministerium erklärte den rebellierenden Konsul allerdings für unerwünscht - ohne Gründe zu nennen. Er muss Bulgarien binnen 24 Stunden verlassen, obwohl das EU-Land den libyschen Rebellenrat Ende Juni als "legitimen Vertreter des libyschen Volkes" anerkannt hatte.
Unterdessen sind bei NATO-Luftangriffen nach Angaben der libyschen Regierung in der Küstenstadt Sliten sieben Menschen getötet worden. Eine kleine Krankenstation in der Stadt rund 150 Kilometer östlich von Tripolis sei bombardiert worden, erklärten die Behörden. Behördenvertreter zeigten Journalisten ein vollständig zerstörtes Gebäude mit einem roten Kreuz am Eingang, außerdem waren verschiedene medizinische Gerätschaften zu sehen.
Außerdem wurden die Journalisten zu angeblich von der NATO zerstörten Lebensmittellagern gefahren. Drei waren beschädigt, das vierte stand noch in Flammen. Nach Angaben eines Anwohners wurden sie in den frühen Morgenstunden von NATO-Flugzeugen bombardiert. Wie die NATO mitteilte, wurden in den vergangenen Tagen mehrere dutzend militärische Ziele in der Region bombardiert.
Quelle: AFP , dpa
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