Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland >

Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch

...

Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch

10.11.2011, 10:57 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Razzia

Razzia (Quelle: dpa)

Oberndorf (dpa) - Razzia beim Waffenhersteller Heckler & Koch: 300 Ermittler haben die Firmengebäude am Donnerstag nach Beweisen für Bestechungszahlungen für Rüstungsgeschäfte durchsucht.

Führende Mitarbeiter des Unternehmens sollen Beamte geschmiert haben, um sich lukrative Waffenlieferungen nach Mexiko zu sichern. Das teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit.

Bei der Razzia wurden auch mehrere Privatwohnungen durchsucht. Das Unternehmen aus dem schwäbischen Oberndorf kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit Jahren gegen die Firma. Bislang ging es vor allem um illegale Waffenlieferungen nach Mexiko. Ob es zwischen diesen Lieferungen und den angenommenen Schmiergeldzahlungen einen Zusammenhang gibt, blieb zunächst unklar. Wegen der umstrittenen Geschäfte hatte die Bundesregierung Heckler & Koch vor knapp einem Jahr sämtliche Lieferungen nach Mexiko verboten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem, ob das Unternehmen trotz eines Embargos Waffen an den früheren libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi geliefert hat. Der Waffenhersteller weist diese Vorwürfe vehement zurück.

Am Donnerstag suchten die Ermittler nach Hinweisen auf Schmiergeldzahlungen. Verantwortlichen des Unternehmens werde vorgeworfen, seit mehreren Jahren Amtsträger in Mexiko bestochen zu haben, um an Lieferaufträge heranzukommen. Darüber hinaus gebe es erste Hinweise, dass auch in Deutschland Amtsträger bestochen worden sein könnten, hieß es.

Heckler & Koch gehört zu den bedeutendsten Waffenlieferanten in der westlichen Welt. Unter den Hauptkunden sind die Bundeswehr und die deutsche Polizei. Auch Streitkräfte aus zahlreichen Nato-Staaten beziehen ihre Waffen aus dem Schwarzwald. In Oberndorf selbst ist der Waffenhersteller bislang weitgehend unumstritten - mit mehr als 600 Beschäftigten ist er einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region.

Rüstungsgegner werfen dem Unternehmen schon lange vor, Waffenembargos zu missachten und menschenverachtende Regime zu beliefern. In Mexiko sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Jahr 2005 trotz eines ausdrücklichen Verbots Waffen an vier Bundesstaaten geliefert worden sein, in denen es damals Menschenrechtsverletzungen gab.

Vor einigen Wochen war Heckler & Koch in die Schlagzeilen geraten, nachdem G36-Sturmgewehre in Libyen bei den Truppen Gaddafis gefunden wurden. Heckler & Koch selbst beteuert, diese Waffen seien legal nach Ägypten geliefert worden. Wie sie dann nach Libyen kamen, sei für das Unternehmen völlig unklar.

Die Staatsanwaltschaft hingegen sieht Anhaltspunkte dafür, dass führende Mitarbeiter der Firma selbst für Waffenlieferungen nach Libyen verantwortlich sind. Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, dass ein Sohn Gaddafis das Geschäft im Frühjahr 2003 bei einem Besuch in der Firmenzentrale in Oberndorf eingefädelt habe. Heckler & Koch sagt dazu, niemand im Unternehmen wisse von einem solchen Besuch und es gebe auch keine schriftlichen Aufzeichnungen darüber.


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (2)

zum Forum

Thema: "Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch"

contra schrieb: am 10. November 2011 um 17:49:21
(0) (0) Heckler&Koch
Ist das nicht lachhaft: Razzia bei H&K!! Wollen wir wetten, dass lediglich im Falle von persönlicher Bereicherung ermittelt
wird ; die wahren Geschäftswege, die wahren Geschäfte und ihre " Betreuer " aus den höchsten Regierungskreisen dürfen weder untersucht, noch offengelegt werden. Vor allem dürfen keine Namen der Förderer aus Partei und Regierung genannt werden. H&K stehen unter dem ganz persönlichen Schutz unserer obersten Dame, dem Friedens"engel " mit der Panzerlimousine.
mehr Kommentar melden

England schrieb: am 10. November 2011 um 11:28:30
(0) (0) Heckler&Koch
Wen wundert es,ist doch dieses Unternehmen in exklusiver Gesellschaft.Bestechungsgelder und Waffengeschäfte sind Merkmale und
Hauptbetätigungfelder der Mafia.So dachte man eigentlich immer.
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige