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Raumfahrt: Landung der Discovery verschoben

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Discovery landet erst am Dienstag

08.08.2005, 06:50 Uhr

Wegen schlechter Wetterverhältnisse ist die Landung des Shuttles Discovery um einen Tag auf Dienstag verschoben worden. Wolken über Cape Canaveral (Florida) hätten einer Rückkehr zwar theoretisch nicht im Wege gestanden, "aber angesichts der instabilen Wetterlage fühlen wir uns nicht wohl mit einer Landung heute", sagte Nasa-Sprecher Ken Ham am Montag der Crew über Funk. Die Nasa hat noch maximal Zeit bis Mittwoch, um die Discovery zur Erde zurückkehren zu lassen. Dann gehen in dem Orbiter Nahrungsmittel und Wasser, vor allem aber der Sauerstoff aus. Es ist technisch nicht möglich, den Raumgleiter erneut an der Internationalen Raumstation ISS andocken zu lassen, um einen späteren Zeitpunkt für die Landung abzuwarten. Am Dienstag gibt es mehrere Landemöglichkeiten, darunter zwei in Florida und zwei in Kalifornien.

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Landung in Florida, Kalifornien oder New Mexico
Die Discovery soll am Dienstag frühestens um 11.07 Uhr MESZ auf dem John F. Kennedy-Weltraumzentrum Cape Canaveral (Florida) landen. Ein zweiter möglicher Landezeitpunkt wäre dann um 12.43 Uhr. Sollte schlechtes Wetter eine Landung in Florida vereiteln, gebe es um 14.11 Uhr sowie 15.47 Uhr Landemöglichkeiten auf dem Edwards Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien. Darüber hinaus gebe es dann später noch Optionen zur Landung in New Mexiko. Schlechte Wetterbedingungen an allen drei möglichen Landeplätzen seien erfahrungsgemäß sehr unwahrscheinlich, hieß es am Montag. Die Nasa muss der Discovery etwa 100 Minuten vor dem Touchdown grünes Licht für ein Verlassen der Erdumlaufbahn geben.

Cape Canaveral stark bevorzugt
Die Nasa hofft auf Florida als Landeplatz. So ließe sich der Aufwand vermeiden, die Raumfähre von einem der Ausweich-Orte zurück zum "Heimathafen" zu fliegen. Der Rücktransport würde eine Millionensumme kosten. Außerdem ginge so eine Woche an Vorbereitungszeit verloren. Die Discovery soll möglichst schnell wieder startklar gemacht werden, um bei der für September geplanten Mission des Shuttles Atlantis im Notfall bereitzustehen. Sollte die Atlantis wegen technischer Probleme nicht landen können, würde Discovery die Atlantis-Crew von der Raumstation ISS abholen.

Angehörige warten auf die Rückkehr
Am Sonntag kreiste die Raumfähre noch in 360 Kilometern Höhe über der Erde. Auf dem Programm standen letzte Kontrollen der Instrumente, Lande-Simulationen am Computer und Ruhezeiten. "Es ist Zeit, nach Hause zu kommen, die Fähre weiter zu verbessern und für neue Flüge vorzubereiten", sagte die Kommandantin der "Discovery", Eileen Collins. Die Angehörigen der Crew warteten schon in der Nacht zum Montag auf dem Weltraumbahnhof auf die Rückkehr der Astronauten.

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Serie technischer Probleme
Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, bei dem sich das Shuttle durch die große Reibung enorm erhitzt, gilt als der riskanteste Teil jeder bemannten Weltraumfahrt. Beim Unglück der "Columbia" war die am Hitzeschild beschädigte Raumfähre beim Eintritt in die Atmosphäre auseinander gebrochen. Wegen einer Serie technischer Probleme an der "Discovery" hatte die Nasa erst nach längerer Abwägung der Risiken grünes Licht gegeben. In einer bislang einmaligen Reparatur im Weltraum hatte Astronaut Steve Robinson am Mittwoch mit der Hand überstehende Füllstreifen am Hitzeschild entfernt. Auf eine weitere Reparatur an der Isolierdecke der Raumfähre wurde verzichtet, der festgestellte Schaden birgt laut der Nasa kaum eine Gefahr.


Thomas Reiter

"Wir haben alles erreicht"
Die Nasa sieht in der 13-tägigen Reise der "Discovery" eine insgesamt "herausragend erfolgreiche Mission... Wir haben alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten", so der stellvertretende Shuttle-Manager Wayne Hale. Von der internationalen Raumstation ISS wurde gemeldet, dass erstmals seit drei Jahren wieder die komplette Steuerungsanlage funktioniere, die von der "Discovery"-Besatzung repariert worden war. Die Raumfähre hatte zudem fast 15 Tonnen Lebensmittel und technischen Nachschub für die ISS mitgebracht.

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Quelle: t-online.de , dpa , AFP

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