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Ramelow zieht sich aus Vorstand zurück

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Ramelow zieht sich aus Vorstand zurück

12.02.2010, 11:03 Uhr

Bodo Ramelow, Fraktionschef der Linken in Thüringen, will nicht mehr für den Parteivorstand kandidieren (Foto: ddp) Bodo Ramelow, Fraktionschef der Linken in Thüringen, will nicht mehr für den Parteivorstand kandidieren (Foto: ddp)Der Fraktionschef der Linken im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, will sich aus dem Bundesvorstand der Partei zurückziehen. Nach einer Sitzung der Parteigremien in Berlin bekräftigte er: "Ich werde auf dem Parteitag im Mai in Rostock nicht für den Parteivorstand kandidieren."

Dem Vorstand gehört der 53-Jährige, der Beauftragter für die Fusion mit der WASG war, seit 2004 an. Er werde sich stärker der Arbeit in der Fraktionsvorsitzendenkonferenz der Linken widmen und gehe auch deshalb "der Bundespolitik nicht verloren", sagte Ramelow.

Die LinkeBartsch kündigt Rückzug an

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"Stellung der Frauen im Parteivorstand verbessern"

Zuvor hatte sich Ramelow für mehr Frauen in der Linken-Spitze ausgesprochen. Der parteiinterne Machtkampf sei auch eine Folge typisch männlicher Gockelkämpfe, sagte er der in Chemnitz erscheinenden "Freien Presse". Als Konsequenz solle die Stellung der Frauen im Parteivorstand verbessert werden, sagte Ramelow. Bisher wird die Partei von Oskar Lafontaine unter Lothar Bisky als Co-Vorsitzenden geführt, auch künftig soll es eine Doppelspitze geben.

Ramelow sieht viele erstklassige Kandidatinnen für Top-Posten

"Gesine Lötzsch, Petra Pau und Dagmar Enkelmann sind drei erstklassige Kandidatinnen, die ich mir für Führungsaufgaben vorstellen kann", sagte Ramelow. "Unsere Bewährung als Volkspartei im Osten erfolgt doch nicht in internen Debattier-Zirkeln, sondern in glaubwürdiger Alltagsarbeit vor Ort." Auch die stellvertretende Bundesvorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, sei in Zukunft sicher eine Kandidatin für einen Top-Posten in der Partei.

Auch Bartsch tritt nicht mehr an

In der Linkspartei tobt seit Wochen ein Machtkampf, Bartsch, der dem Realoflügel zugerechnet wird, war besonders bei Parteichef Oskar Lafontaine in Ungnade gefallen. Nachdem der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi Bartsch öffentlich an den Pranger gestellt und ihm Illoyalität gegenüber Lafontaine vorgeworfen hatte, entschied sich Bartsch, im Mai auf dem Parteitag in Rostock nicht mehr für das Amt des Parteimanagers zu kandidieren. Unklar ist weiterhin, ob der an Krebs erkrankte und innerparteilich ebenfalls nicht unumstrittene Lafontaine in Rostock erneut für den Parteivorsitz kandidieren wird.


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Quelle: dpa

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