02.08.2011, 12:43 Uhr
Horst Mahler wurde 2009 unter anderem wegen Volksverhetzung zu zwölf Jahren Haft verurteilt (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Der frühere RAF-Terrorist Horst Mahler hat eingeräumt, als Inoffizieller Mitarbeiter für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet zu haben.
Mahler stand von 1967 bis 1970 in den Diensten der Stasi-Hauptverwaltung A, die für die Auslandsspionage zuständig war, berichtete die "Berliner Zeitung" und beruft sich auf Ermittlerkreise.
Der ehemalige Rechtsanwalt war Ende der 1960er Jahre in der linken studentischen "Außerparlamentarischen Opposition" aktiv und gründete die terroristische RAF mit. Als Anwalt verteidigte er bis 1970 unter anderem den Studentenführer Rudi Dutschke und die späteren RAF-Terroristen Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Mahler wurde erstmals im Oktober 1970 verhaftet und später wegen Bankraubs und Gründung der RAF zu zwölf Jahren Haft verurteilt.
1980 wurde Mahler entlassen und arbeitete als Wirtschaftsanwalt in Berlin. 1998 machte er erneut eine politisch Kehrtwende: Er gründete eine nationale Bürgerbewegung, "damit Deutschland deutsch bleibt". Der zum Neonazi Konvertierte wurde im August 2000 Mitglied der NPD. Er vertrat die Partei beim Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, verließ sie 2003 aber wieder, weil sie "unzeitgemäß" sei.
In den Folgejahren verteidigte Mahler Rechtsextreme vor Gericht und machte sich dabei unter anderem wegen Volksverhetzung selbst immer wieder strafbar. So bezeichnete er den Holocaust als "die gewaltigste Lüge der Weltgeschichte". Der heute 75-Jährige sitzt seit 2009 im Gefängnis.
Auf die Stasi-Verstrickung Mahlers stießen die Strafverfolger laut "Bild am Sonntag" bei neuen Ermittlungen zum Tod des Studenten Benno Ohnesorg, der 1967 von dem Westberliner Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen worden war. Gemeinsam mit der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hatten die Berliner Staatsanwälte die Ermittlungen in dem Fall wieder aufgenommen, nachdem im Mai 2009 bekannt geworden war, dass Kurras für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) tätig war.
Nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" spielte die Stasi im Fall Ohnesorg eine viel größere Rolle als bisher bekannt, da neben Kurras "weitere Personen mit Stasi-Hintergrund" am Tatort gewesen seien. Zudem hätten die Ermittler Indizien gefunden, denen zufolge Kurras gezielt auf Ohnesorg geschossen habe.
Quelle: dapd , AFP
biggi schrieb:
am 2. August 2011 um 12:04:17
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ole
du hast gesehen, wann als Museum.
wie immer genau informieren das kann und will keiner nur auf parolen hören.
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Papa schrieb:
am 2. August 2011 um 12:02:41
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Est wieder Stasizeit
Vor jeder Wahl fällt mir seit Jahren auf: "Es ist wieder Stasi-Zeit." Naja, da kann dann jeder wieder seinen
Frust rauslassen und braucht auch nicht mehr nachzudenken, was denn so alles in der Gegenwart getrieben wird.
Ich wünsche jedenfalls viel Vergnügen dabei. Irgendwann wird die Meute wieder von der Realität beschäftigt.
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biggi schrieb:
am 2. August 2011 um 12:01:36
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st ??
Ich bin sehr traurig und enttäuscht , das hier noch soviel hass , voreingenommenheit gibt. Die Deutschen hassen sich untereinandern
und einer macht den dem andern Vorwürfe. man konnte es sich nicht ausssuchen, aber alle vorverurteilen und pauschal verdammen , das ist sehr entäuschend. Deutschland wo gehts du hin
ich hoffe dieser kommentaqr wird gezeigt.
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