18.07.2011, 12:00 Uhr
Wladimir Putin wird den Quadriga-Preis nicht erhalten (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Nach den Querelen um Wladimir Putin als Preisträger wird der Quadriga-Preis dieses Jahr nicht vergeben. Das teilte der Verein Werkstatt Deutschland in Berlin mit. Der russische Ministerpräsident sollte am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, "für seine Verdienste für die Verlässlichkeit und Stabilität der deutsch-russischen Beziehungen" ausgezeichnet werden. Mehrere frühere Preisträger kritisierten die Entscheidung, einige Mitglieder des Kuratoriums traten aus Protest zurück.
In seiner Erklärung schreibt das Kuratorium, es sei "betroffen von der massiven Kritik in den Medien und Teilen der Politik". Die "Quadriga" habe sich bei den Betroffenen entschuldigt und diese angesichts des zunehmend unerträglichen Drucks und der Gefahr weiterer Eskalierung um Verständnis dafür gebeten, dass sie sich gezwungen sieht, von einer Preisverleihung abzusehen. Über die Zukunft des Preises wird nach Angaben des Pressesprechers in den kommenden Wochen beraten.
Der Kreml hat unterdessen versichert, dass der Streit nicht die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland berühren würde: "Dies hat nichts mit den deutsch-russischen Beziehungen zu tun", sagte Putins Sprecher Dimitri Peskow.
In den Reihen der Träger des Quadriga-Preises finden sich Staatsmänner, Künstler und Bürgerrechtler. Seit 2003 wurde der nicht dotierte Preis jedes Jahr am Tag der deutschen Einheit vergeben. Der Preis soll nach Angaben des Quadriga-Vereins jährlich vier Persönlichkeiten und Projekte ehren, "deren Denken und Handeln auf Werte baut". Dabei gehe es um besondere staats- oder gesellschaftspolitische Leistungen, um eine besondere bürgerschaftliche Haltung und um kulturelle oder künstlerische Ideen.
Vergeben wird der Preis von der gemeinnützigen Netzwerk Quadriga gGmbh in Berlin, benannt ist er nach der Gespann-Statue auf dem Brandenburger Tor. Zu den bisher ausgezeichneten Persönlichkeiten zählen Staats- und Regierungschefs wie Helmut Kohl (CDU) und Gerhard Schröder (SPD), Michail Gorbatschow aus Russland, Vaclav Havel aus Tschechien, Shimon Peres aus Israel und Recep Tayyip Erdogan aus der Türkei. Mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai findet sich auch mindestens ein umstrittener Träger auf der Liste der Geehrten.
Quelle: dpa
Kalle schrieb:
am 16. Juli 2011 um 18:39:31
(0)
(0)
Demokratie
Warum sind die Menschen, die an den Schalthebeln der Politik und Wirtschaft sitzen, fast immer unsympathische Personen, mir denen
man privat nichts zu tun haben möchte? Weil sie egoistisch sind, geil auf die Arroganz der Macht, über den anderen zu stehen. Putin ist lediglich ein extremes Beispiel eines solchen Menschen.
mehr
Kommentar melden
Tonio schrieb:
am 16. Juli 2011 um 18:26:20
(0)
(0)
Demokratie
Wo ist bei uns die Demokratie?? Lachhaft, hier wird gegen einen Großteil der Bevölkerung regiert, Arbeitnehmer betrogen, der
Mittelstand ausgenommen, von dem Beschiß der Rentner ganz zu schweigen, nicht zu vergessen die ergaunerten Dr Titel,Krieg geführt,Reiche werden reicher, zahlen kaum Steuern, eine Klientelversorgungstruppe mischt fleißig mit. Demokratie ? lachhaft, was hier in Deutschland abgeht.Man könnte weinen.
mehr
Kommentar melden
Anton schrieb:
am 16. Juli 2011 um 18:19:20
(0)
(0)
Quadriga
RWE u. Gazprom (Putin)fusionieren
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video