09.01.2012, 10:40 Uhr
Malaysischer Oppositions- Führer Anwar kommt frei Politiker wurde wegen Homosexualität angeklagt. Das Gericht ließ ihn nun aus Mangel an Beweisen frei.
Unter dem Jubel seiner Anhänger ist der malaysische Oppositionsführer Anwar Ibrahim vom Vorwurf homosexueller Kontakte freigesprochen worden. Der Oberste Gerichtshof in Kuala Lumpur begründete die Entscheidung am Montag mit unzureichenden Beweisen. Anwar war angeklagt, einen ehemaligen Mitarbeiter zum gleichgeschlechtlichen Sex gezwungen zu haben. Homosexuelle Kontakte können in Malaysia - auch wenn keine Gewalt im Spiel ist - mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden.
Kurz nach dem Freispruch explodierten vor dem Gerichtsgebäude drei Sprengsätze. Die kleinen, aber lauten Explosionen ereigneten sich kurz nachdem der 64-Jährige das Gericht verlassen hatte. Auf der Straße hatten sich mindestens 5000 seiner Anhänger versammelt, um den Politiker zu unterstützen. Polizeichef Mohmad Salleh sagte, fünf Menschen seien leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden. Polizisten vor Ort sagten, es seien lediglich laute Feuerwerkskörper hochgegangen.
Anwar hatte stets seine Unschuld betont und erklärt, der Prozess sei politisch motiviert. Nach dem Urteilsspruch sagte er, nun habe er den Spielraum, die Regierungskoalition in den bald erwarteten nächsten Wahlen herauszufordern. Anwar gilt als vielversprechender Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten. Beobachter und Opposition hatten der Regierung vorgeworfen, sie habe die Vorwürfe konstruiert.
Der malaysische Regierungschef Najib Razak nannte das Urteil einen Beweis dafür, dass das Justizsystem frei und unbeeinflusst sei. Richter Mohamed Zabidin Diah begründete den Freispruch damit, dass die von den Anklage vorgelegten DNA-Proben nicht verlässlich seien. Die Proben waren am Körper des ehemaligen Mitarbeiters gefunden worden.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch in New York begrüßte den Freispruch, erklärte aber, es hätte von Anfang an keine Anklage geben dürfen. Die Anklage sei politisch motiviert gewesen. Der frühere stellvertretende Ministerpräsident Anwar war bereits im Jahr 2000 unter Vorwürfen homosexueller Kontakte zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Ein höheres Gericht hob das Urteil jedoch auf. Anwar hatte auch diese Vorwürfe zurückgewiesen.
Quelle: AFP , dapd
walde schrieb:
am 9. Januar 2012 um 12:05:34
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entledigt
Dort sollte Westerschwuli mal hinfahren !! Dann hätte sich ein Problem für die FDP schnell erledigt !!
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