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Prozess um Anschlag am Frankfurter Flughafen gestartet

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Flughafen-Morde waren "totaler Schwachsinn"

31.08.2011, 16:30 Uhr

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in Frankfurt der Prozess um den ersten islamistischen Anschlag in Deutschland begonnen. Der 21-jährige Arid U. gestand zum Prozessauftakt, zwei US-Soldaten erschossen zu haben. Er muss sich insgesamt wegen zweifachen Mordes, dreifachen Mordversuchs und schwerer, gefährlicher Körperverletzung vor dem Staatsschutzsenat verantworten.

Laut Anklage hat der im Kosovo geborene Frankfurter Arid U. vor rund einem halben Jahr am größten deutschen Flughafen zwei US-Soldaten erschossen und zwei andere schwer verletzt. Als er auf einen fünften Soldaten zielte, blockierte seine Pistole. Kurz darauf wurde er festgenommen.

Angeklagter handelte "gegen seinen Glauben"

Die Bundesanwaltschaft wirft dem geständigen Attentäter vor, er habe die Soldaten nur deshalb töten wollen, weil sie Angehörige der US-Streitkräfte im Rahmen des ISAF-Mandats in Afghanistan waren.

"Es trifft zu, was die Anklage mir vorwirft", sagte Arid U. vor Gericht. Und weiter: "Ich wollte die Soldaten töten". Heute wisse er jedoch, "dass alles totaler Schwachsinn ist und gegen meinen Glauben".

Nachrichten
Prozess gegen Flughafen-Attentäter hat begonnen

In Frankfurt steht Arid Uka vor dem Richter. Er soll zwei US-Polizisten erschossen haben zum Video

"Ich möchte mich bei allen Menschen entschuldigen"

Er habe gelesen, dass Menschen seine Taten gut hießen. "Das sind dieselben Leute, von deren Lügen und Propaganda ich geblendet war."

Niemand solle durch seine Tat motiviert werden, etwas Ähnliches zu tun, sagte der Angeklagte. "Ich möchte mich bei allen Menschen entschuldigen und von der Tat deutlich distanzieren."

Täter stand unter "extremer islamistischer Propaganda"

Er ist nach Einschätzung der Bundesstaatsanwaltschaft ein Einzeltäter, der sich durch islamistische Propaganda im Internet anstacheln ließ. Die Soldaten hab er nur deshalb töten wollen, weil sie Angehörige der US-Streitkräfte im Rahmen des ISAF-Mandats in Afghanistan waren. Dem Attentäter droht lebenslange Haft.

Die Anwälte von Arid U. betonten in einer Erklärung, es treffe zu, dass ihr Mandant zum Zeitpunkt des Anschlags unter "extremer islamistischer Propaganda stand. Dennoch ist darin allein noch nicht der Anlass für die tödlichen Schüsse zu sehen."

Ausschnitt aus Antikriegsfilm Auslöser

Nach der Darstellung des Angeklagten und seiner Verteidiger war ein Video im Internet, das er am Abend vor dem Anschlag sah, Auslöser der Tat. Darin wird eine junge muslimische Frau von US-Soldaten vergewaltigt. Die gestellte Szene stammt aus einem amerikanischen Antikriegsfilm und ist nur schemenhaft zu erkennen. Arid U. hielt sie aber für echt.

Das Video habe bei ihm "etwas Unerklärliches ausgelöst, was letztlich sein schreckliches Ende im Tod von zwei Menschen fand", so die Anwälte. "Ich habe das gesehen und war in diesem Moment völlig schockiert", sagte der Angeklagte.

Arid U. zog sich immer mehr zurück

Am ersten Verhandlungstag schilderte der Frankfurter zudem, wie er in der Schule nach und nach absackte, sich depressiv gefühlt und zunehmend in Computerspiele und die Beschäftigung mit dem Islam zurückgezogen habe. Mit seinen Eltern habe er darüber nicht sprechen können, Alkohol und Drogen seien für ihn jedoch kein Thema gewesen.


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Quelle: dpa

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Kommentare (13)

zum Forum

Thema: "Prozess um Anschlag am Frankfurter Flughafen gestartet"

Andre schrieb: am 31. August 2011 um 17:04:07
(21) (0) anschlag
ich frage mich wirklich wie solch junge menschen an tödliche schusswaffen gelangen können? ist es denn schon soweit gekommen das
jeder sich hier ne waffe "besorgen" kann? armes deutschland. was darauß resultiert sehen wir ja, tote-> hinterbliebene familienmitglieder ->elend. mein beileid, viel kraft und stärke den hinterbliebenen...was anderes fällt mir dazu nicht mehr ein.
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user1 schrieb: am 31. August 2011 um 16:55:05
(28) (3) Anschlag in Ffm
Donnerwetter, der bereut ja wohl wirklich seine Tag. Da wird der Richter doch sicher entsprechend ein mildes Urteil fällen.
Ich wäre dafür, diesen Verbrecher an die Ami's zu überstellen.Die würden ihm schon zeigen, wo es lang geht. Aber hier läuft der in ein paar Jahren - natürlich geläutert - wieder als "freier Mann" herum.
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Sportschütze fragt schrieb: am 31. August 2011 um 16:50:33
(17) (2) Mord am Flughafen
Hat er die ordnungsgemäß regisitrierte Pistole in einem verschlossenen Behältnis mit getrennt aufbewahrter Munition zum
Frankfurter Flughafen transportiert ? Natürlich hat er eine WBK und einen MES für die Patronen. Nein ?? Ja wir Sportschützen müssen das haben. Fragen sie mal Grün-Rot !
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