21.02.2012, 13:35 Uhr
Der Menschenrechtspreis "Homo Homini" der tschechischen Hilfsorganisation "Menschen in Not" geht in diesem Jahr an ein Mediziner-Netzwerk in Syrien. Die als Ärzte der Revolution bekannte Gruppe aus Damaskus versorge bei Demonstrationen Verwundete im Untergrund, hieß es zur Begründung.
"Sondereinheiten des Repressionsapparats von Assad suchen in gewöhnlichen Krankenhäusern systematisch nach verletzten Demonstranten und verhaften, foltern oder töten sie", erklärte der tschechische Bürgerrechtler und Direktor von "Menschen in Not", Simon Panek, in Prag. Die Ärzte riskierten ihre Freiheit und ihr Leben.
Der Preis ist undotiert. Frühere Preisträger sind unter anderen der chinesische Dissident Liu Xiaobo und die russische Menschenrechtlerin Swetlana Gannuschkina.
In Syrien geht das Morden derweil weiter. Syrische Truppen haben erneut die Protesthochburg Homs unter scharfen Beschuss genommen. Dabei wurden mindestens sieben Menschen getötet, unter ihnen drei Kinder, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtet. In den frühen Morgenstunden hätten die Stadtteile der Aufständischen unter Dauerfeuer gestanden.
Aus der Hauptstadt Damaskus meldeten Menschenrechtsaktivisten neuerliche Proteste gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad. Nach Angaben örtlicher Aktivisten zogen Demonstranten in der Nacht zum Dienstag durch das Viertel Hadschar al-Aswad. Sie versuchten demnach, mit "brennenden Materialien" die Straßen zum Baramkeh-Platz im Zentrum zu blockieren. Innerhalb weniger Minuten standen sie laut dem Bericht einem starken Aufgebot an Sicherheitskräften gegenüber, die das Feuer auf die Menge eröffnet hätten.
Das IKRK hatte am Montag in Genf mitgeteilt, dass es mit der syrischen Regierung und der bewaffneten Opposition über eine Kampfpause zur Versorgung der Bevölkerung verhandle. Zu den Einzelheiten wollte sich die Organisation nicht äußern.
Quelle: dapd
bernie schrieb:
am 21. Februar 2012 um 21:00:19
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Ärzte
In Libyen hat die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" inzwischen die Arbeit eingestellt, weil sie Folteropfer wieder
vernehmungsfähig machen sollten ...
Passt doch gut zusammen, oder ... ?
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