07.02.2012, 13:56 Uhr
Der Präsident tritt nach der Meuterei zurück, um ein Ausbrechen der Gewalt zu verhindern.
Meuternde Polizisten und wochenlange Oppositionsproteste haben den ersten demokratisch gewählten Präsidenten der Malediven zum Rücktritt gezwungen. "Ich glaube, dass die Leute dieses Landes mehr leiden würden, würde ich als Präsident der Malediven weitermachen", sagte der 44-jährige Staats- und Regierungschef Mohamed Nasheed nach Angaben seines Büros zur Begründung.
Vizepräsident Mohammed Waheed Hassan übernahm am Dienstag die Amtsgeschäfte in Male. Maledivische Medien hatten zuvor von einem Putschversuch auf der südasiatischen Inselkette berichtet.
Urlauber auf den Malediven sind nach Angaben des dortigen Tourismusministeriums nicht von der innenpolitischen Krise betroffen. "Wir können versichern, dass die derzeitigen Probleme auf den Malediven keinerlei Auswirkung auf Touristen haben werden", sagte Ministeriumssprecherin Eelaaf Zaeem.
Die Demonstrationen der Opposition wurden nach Nasheeds Rücktritt beendet. Sie beschränkten sich auf die Insel mit der Hauptstadt Male. Ausländische Urlauber sehen Male nur, wenn sie Tagesausflüge dorthin buchen. Der internationale Flughafen liegt auf einer Nachbarinsel. Von dort aus werden Touristen direkt zu ihren jeweiligen Ressorts gebracht, die abgeschieden auf eigenen Inseln liegen.
Das Auswärtige Amt rät seit Dienstag Urlaubern vom Besuch von Male ab. Nach ersten Informationen waren keine deutschen Touristen von den Unruhen betroffen. Auf der Flughafeninsel und in den Ferienressorts sei die Lage ruhig, hieß es. Genaue Zahlen, wie viele Bundesbürger sich derzeit auf den Malediven aufhalten, gab es zunächst nicht. Nach den jüngsten Zahlen des Deutschen Reiseverbandes machen dort jedes Jahr mehr als 77.000 Deutsche Urlaub.
In einer "Botschaft an das Volk" auf seiner Homepage rief Waheed - noch in seiner Funktion als Vizepräsident - die staatlichen Institutionen dazu auf, die Verfassung zu achten. Die unabhängige Nachrichtenseite "Minivan News" hatte zuvor gemeldet, Meuterer aus der Polizei hätten sich Demonstranten der Opposition angeschlossen. Das Büro des Präsidenten hatte mitgeteilt, die Regierung unternehme alles, um die Lage zu stabilisieren.
Die Spannungen auf den Malediven eskalierten, seit im vergangenen Monat ein Richter festgenommen wurde, der die Freilassung eines Regierungskritikers angeordnet hatte. Der frühere politische Gefangene Nasheed war im November 2008 als erster demokratisch gewählter Präsident der Malediven vereidigt worden. Damit gingen 30 Jahre autokratischer Herrschaft auf der Inselkette zu Ende.
Das kleine südasiatische Land besteht aus 1190 Inseln im Indischen Ozean, von denen nur rund 200 bewohnt sind. Tourismus und Fischerei sind die Haupteinnahmequellen der muslimischen Bewohner. Die Malediven sind bei westlichen Urlaubern - und wegen ihrer Korallen- und Fischvielfalt besonders bei Tauchern - sehr beliebt.
Quelle: dapd , AFP , dpa
Harry007 schrieb:
am 7. Februar 2012 um 14:34:17
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Die Insulaner wollen jetzt Jürgen Drews ...
Wie aus unsicheren Quellen des Auswärtigen Amtes verlautet, haben die Revolutionäre bei der
Bundesregierung anfragen lassen, ob sie statt des gestürzten Adligen Karl Theodor jetzt nicht den Jürgen Drews als neuen König der Malediven senden können. Der Revolutionsrat schlug vor, dass der bisherige "König von Mallorca" dann die beiden Inseln in einer Doppelmonarchie regieren könne. Sie versicherten auch die kulturelle Übernahme der Ballermann-Belustigung!
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The Think-Panther schrieb:
am 7. Februar 2012 um 14:07:38
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@ Hiltrud
Nicht das Pink keine schöne Farbe wäre, aber der Name ist Think-Panther! Im übrigen meine ich die Leute, die aus religiöser
Verblendung + religiösem Fanatismus aufführen als hätten sie Gottes Weisheit aus Fässern/ Badewannen gesoffen + wären quasi per hochdosiert konzentriertem Konsum Gottes/ Allahs Worte von Gott/ Allah zur Anklage/ Verurteilung/ Bestrafung anderer berufen. Diese selbsternannt Auserwählten sind nicht mehr + nicht weniger als die Zerstörer eines möglichen Welt-Friedens!
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Silly schrieb:
am 7. Februar 2012 um 13:56:44
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Malediven
Wir waren in den 90er-Jahren auch dreimal auf den Malediven, immer auf derselben Insel. Da gab es noch keinen Massentourismus.
Wasserflugzeuge gab es, glaube ich, nur eins. Es gab keine Tageszeitungen und keine Fernseher. Aber wirklich fernab vom Alltag. Wir konnten so richtig entspannen. Die Insel war im 18 Minuten umrundet. Wer promenieren wollte, war dort fehl am Platze. Ich bin froh, dass ich diese Zeit mitgemacht habe. Jetzt ist das alles anders und uns zieht dort nichts mehr hin. Schade!
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