18.06.2010, 14:05 Uhr
Zwei Pottwale und ein Junges: Die Säugetiere helfen beim Abbau von CO2. (Foto: AP) (Quelle: AP)
Die gigantischen Pottwale sind im Kampf gegen den Klimawandel überraschend als wichtige Verbündete entdeckt worden: Durch die Ausscheidungen der Wale könne Jahr für Jahr der Treibhausgas-Ausstoß von 40.000 Autos ausgeglichen werden, ergab eine Studie, die in der britischen Wissenschaftszeitschrift "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht wurde.
Die bis zu zwanzig Meter langen Säugetiere galten bisher eher als schädlich für den Kohlendioxid-Gehalt (CO2), denn sie atmen das Treibhausgas in großen Mengen aus.
Nun fanden australische Biologen aber heraus, dass jeder der schätzungsweise 12.000 Pottwale in den südlichen Ozeanen rund fünfzig Tonnen Eisen pro Jahr ins Meer ausscheidet, nachdem er die Fische und Tintenfische verdaut hat, von denen er sich ernährt.
Das Eisen ist ein wichtiger Nährstoff für das Plankton an der Meeresoberfläche; diese winzigen Algen nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf. Durch den ausgeschiedenen Dünger trügen die Wale zum Abbau von 400.000 Tonnen Treibhausgas jährlich bei, doppelt soviel wie sie selbst ausatmen. Im Vergleich: 200.000 Tonnen CO2 entsprechen nach Angaben der US-Umweltschutzagentur EPA dem Ausstoß von fast 40.000 Pkw.
Außerdem wurde eine weitere Besonderheit festgestellt: Die Pottwale nehmen ihre Nahrung im tiefen Ozean zu sich, scheiden die Reste aber im oberen Bereich des Meeres wieder aus - und zwar genau dort, wo auch das Plankton wächst und Zugang zum Sonnenlicht hat, berichtet die "BBC".
Im Endeffekt ist dies auch wieder gut für die Pottwale, denn das Plankton, das ja dann mehr wächst, wird von tierischen Organismen, dem Zooplankton gefressen, diese wiederum von größeren Tieren, die dann möglicherweise von den Walen gefressen werden, so die "BBC".
Die Zukunft der Pottwale und anderer Arten kommt nächste Woche in Agadir in Marokko auf den Prüfstand: Dort wird die Internationale Walfangkommission (IWC) über einen Plan beraten, der eine Lockerung eines 24-jährigen Moratoriums für den kommerziellen Walfang vorsieht. Trotz der bisherigen Auflagen betreiben Länder wie Japan oder Island weiterhin die Jagd nach den riesigen Säugetieren. Pottwale können etwa 50 Jahre, vereinzelt sogar bis zu 70 Jahre alt werden, was viele durch die Jagd auf sie aber nicht mehr erreichen.
Quelle: AFP , t-online.de
Schuetze45 schrieb:
am 18. Juni 2010 um 16:34:57
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Jagd auf Wale
Man muß nicht Wale jagen, um sich gesund ernähren zu können. Es gibt genügend Alternativen. Laßt die Wale nicht aussterben
wie schon so viele "von Menschen aufgefressene Tiere".
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