29.12.2011, 19:04 Uhr
Mitarbeiter der Spurensicherung durchsuchen nach der Festnahme eine Scheune in Friedberg bei Augsburg (Quelle: dapd)
Zwei Monate nach dem Mord an einem Polizisten in Augsburg steht die Tat vor der Aufklärung. Zwei Tatverdächtige wurden am Donnerstag festgenommen, wie die Polizei bestätigte. Nach Medienberichten sollen die beiden Männer polizeibekannt sein und dem Augsburger Kriminellen-Milieu angehören.
Der Zugriff erfolgte nach Polizeiangaben um die Mittagszeit in Augsburg sowie im benachbarten Friedberg. "Die mutmaßlichen Täter waren von der polizeilichen Maßnahme vollkommen überrascht und leisteten keinen Widerstand", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mit. Auf einer Pressekonferenz am Freitag sollen weitere Details bekanntgegeben werden.
Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, erfolgte der Zugriff in der Augsburger Innenstadt durch ein Spezialeinsatzkommando der Münchner Polizei. Ministerpräsident Horst Seehofer äußerte im Bayerischen Rundfunk seine Genugtuung über den Fahndungserfolg: "Das freut mich ganz besonders."
Der Augsburger Polizist Mathias Vieth war in der Nacht zum 28. Oktober nach einer Verfolgungsjagd von zwei Unbekannten erschossen worden, seine Kollegin wurde verletzt. Vieth und seine Kollegin wollten gegen 2.50 Uhr morgens zwei vermummte Motorradfahrer auf einem Parkplatz in einem Naherholungsgebiet kontrollieren. Doch die Männer flüchteten - über einen schmalen Staudamm, der eigentlich nur für Fahrräder und Fußgänger freigegeben ist.
Später stürzten die Täter auf einem schmalen Waldweg und eröffneten aus rund zehn Metern Entfernung sofort das Feuer, als der zweifache Familienvater aus seinem Wagen stieg. Laut Polizei verwendeten sie mindestens zwei Waffen. Der 41-Jährige schoss zurück, wurde aber tödlich in Hals, Kopf und Unterleib getroffen.
Unmittelbar danach begann die Jagd nach den Tätern. Hundertschaften durchkämmten das Gebiet um den Tatort, Hubschrauber suchten die Region ab. Taucher und Spürhunde kamen zum Einsatz. Doch die Täter blieben unauffindbar. Immer wieder war die Rede davon, dass die Fahnder eine schwarze Tasche gefunden hätten. Über deren Inhalt wurde lange gerätselt.
Waren Drogen darin für einen Deal, bei dem die Männer überrascht wurden? Oder befanden sich darin weitere Waffen? Für Augsburgs Polizeipräsidenten Gerhard Schlögl stand jedenfalls schon kurz darauf fest, dass es sich um "schwere Jungs" gehandelt haben muss.
Zwischenzeitlich wurde sogar ein Zusammenhang mit dem Mord an einer Polizistin durch die Zwickauer Terrorzelle 2007 in Heilbronn vermutet. DNA-Test widerlegten jedoch den Verdacht. Zuletzt sollten auch Profiler der Münchner Polizei und die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" helfen, das Verbrechen aufzuklären.
Vielleicht hat am Ende aber schlicht die Geldgier im Milieu den Fahndern geholfen. Auf 100.000 Euro war zuletzt die Belohnung erhöht worden. Was aber tatsächlich zur Festnahme führte, blieb am Donnerstag noch Spekulation. Das Geheimnis wollen die Ermittler erst am Freitag lüften.
Quelle: dapd , dpa
profi53 schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 19:28:45
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Steuergelder
wieviel Steuergeld wird jetzt für diese beiden Verbrecher verplempert.
In Rheinland Pfalz (Rot-Grün regiert) brauchen
Gefangene zukünftig nicht mehr zu arbeiten,"das wäre nicht Ziel einer Gefändnisstrafe". Ich habe von unseren
Neosozis sowas von die Schnauze voll.
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Elke schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 19:15:09
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Polizistenmord
Wenn ein Polizeichef einem Kindesentführer und Mörder verschärfte Verhörmethoden androht, wird das als Folter gedeutet.
Wenn diese Verbrecher Polizisten ermorden ,werden sie von windigen Rechtsverdrehern ihrer eigentlichen Strafe entzogen. Die Rechtsverdreher spielen dieses Spielchen mit den Tätern seit Jahren und verhöhnen damit die Opfer; die Politiker und Medien faseln dann vom Rechtsstaat !
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deMoni schrieb:
am 29. Dezember 2011 um 18:52:05
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@Bernie
schlage vor, den kommentar von Jens nochmal zu lesen. Wahrscheinlich haben Sie ihn inhaltlich gar nicht kapiert. Man muss dem nicht
unbedingt zustimmen, aber Schwachsinn ist es auch nicht. Nur ein Standpunkt. Er meinte, dass es sich um berufliche Aufgaben handelt und jeder seinen Job macht, der Arzt heilt, der Fußballspieler schießt Tore und der Kriminal-Polizist klärt Verbrechen auf. Was daran schwachsinnig sein soll, entzieht sich mir als externem unbefangenen Leser ein bisschen.
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