13.12.2010, 13:02 Uhr
Eine Spezialeinheit der französischen Polizei hat alle fünf Kinder und eine Erzieherin aus der Gewalt eines 17-Jährigen befreit. Er hatte sie zuvor in einem Kindergarten in Besancon im Osten Frankreichs als Geiseln genommen. Das teilten die Behörden mit. Angeblich hatte der Jugendliche um eine Waffe gebeten, um sich selbst zu töten. Er wurde festgenommen.
Zunächst hatte der 17-Jährige rund 20 Kinder in seiner Gewalt gehabt. Später habe er jedoch 13 davon freigelassen, erklärte der Bürgermeister von Besancon, Jean-Louis Fousseray, im französischen Rundfunk. Zunächst habe er fünf gehen lassen, dann weitere acht. Ein Kind sei "mehr oder weniger entkommen", sagte Fousseray. Der Täter war mit zwei Schwertern bewaffnet.
Nach Angaben der Polizei soll der Geiselnehmer an Depressionen leiden und bereits in psychiatrischer Behandlung gewesen sein.
Den Familien der Kinder werde psychologische und medizinische Hilfe angeboten, sagte ein Sprecher des Bürgermeisters dem Fernsehsender BFM-TV. Der Kindergarten befindet sich in einem Sozialwohnungsviertel der ostfranzösischen Stadt.
Im Umfeld des Kindergartens boten sich erschütternde Szenen. Fassungslose Eltern umklammerten ihre Kinder, die das Gebäude verlassen konnten. "Den Kindern geht es den Umständen entsprechend gut; die wissen noch nicht, was vor sich ging", erklärte Jean-Pierre Magda, ein Mitarbeiter des Bürgermeisters, dem Fernsehsender BFM.
Quelle: AFP , dapd , dpa
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