03.08.2006, 08:11 Uhr
Nach den Bombenfunden von Dortmund und Koblenz haben Innenpolitiker der Union zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen auf Bahnhöfen und in Zügen gefordert. CDU-Innenexperte Clemens Binninger sprach sich in der "Passauer Neuen Presse" für eine durchgängige Videoüberwachung in Bahnhöfen aus. Das sei "sinnvoll und rechtlich möglich. Wir müssen die Schwelle zur Abschreckung möglicher Täter erhöhen", sagte Binninger.
Dortmund
Bombenalarm in Hamburg
Zum Durchklicken
Foto-Serie
Experten setzen auf Abschreckung
Auch CSU-Innenexperte Stephan Mayer sprach sich für Videoüberwachung in Zügen aus. "Das erhöht die Sicherheit und trägt zur Abschreckung bei." Was in Madrid und London geschehen sei, könne auch in München oder Berlin passieren, sagte Mayer mit Blick auf die Terroranschläge in den beiden europäischen Hauptstädten. Im Rahmen der Terrorismusbekämpfung müsse auch darüber nachgedacht werden, Bahnreisende künftig stärker zu kontrollieren.
SchäubleNahost-Konflikt steigert Radikalisierung
Terrorgefahr in DeutschlandWarnung vor Kleingruppen
TerrorgefahrTrend geht zum Einzeltäter
Bahnreisende stärker kontrollieren
Der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis forderte für Bahnreisen ähnliche Sicherheitskontrollen wie bei Flugreisen. Wie auf den Flughäfen müssten auch auf Bahnhöfen Passagiere und Gepäck durchleuchtet werden. "Wir können es nicht darauf ankommen lassen, dass die erste Bombe in einem ICE explodiert", sagte er der Zeitung. Geis appellierte an das Bundesinnenministerium, mit der Bahn über die Verbesserung von Sicherheitsmaßnahmen zu sprechen.
Quelle: AFP , dpa
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video