Kurt Beck schafft kein Vertrauen (Quelle: ddp)Die Bundesbürger lehnen eine Zusammenarbeit zwischen der SPD und der Partei Die Linke ab. Sie trauen auch den Beteuerungen der Sozialdemokraten nicht, auf Bundesebene keine Koalition mit den Linken eingehen zu wollen. Dies ergab eine Umfrage des "ZDF-Politbarometers" vom Freitag.
57 Prozent aller Befragten erwarteten demnach, dass die SPD eine rot-rot-grüne Koalition auch auf Bundesebene eingehen würde, wenn sich dafür eine Mehrheit ergäbe. 35 Prozent erwarten dies nicht, acht Prozent antworteten mit "weiß nicht". Zudem finden lediglich 17 Prozent aller Befragten und nur 22 Prozent der SPD-Anhänger eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen nach der nächsten Bundestagswahl gut. 67 Prozent aller Befragten und 63 Prozent der SPD-Anhänger fänden eine solche Zusammenarbeit auf Bundesebene schlecht.
Der Umfrage zufolge lehnen die Deutschen mehrheitlich eine Wahl der hessischen SPD-Chefin Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin mit Hilfe der Linken ab. Nur 24 Prozent der Bundesbürger wollen, dass Ypsilanti zur Wahl antritt, auch wenn sie nur mit Hilfe der Linken gewählt werden kann. 44 Prozent der Befragten sind dagegen, 32 Prozent haben dazu keine Meinung. Unter den SPD-Anhängern sind 40 Prozent für eine eventuelle Kandidatur, während 28 Prozent dies ablehnen und 32 Prozent dazu keine Meinung haben.
Stimmungstief der SPD geht weiter
Bei diesem Ergebnis verwundert es nicht, dass sich die SPD von ihrem allgemeinen Stimmungstief nicht erholen kann. Nach dem ZDF-Politbarometer vergrößerte sich der Vorsprung der Union wieder deutlich. In der politischen Stimmung kommt die Union auf 43 Prozent, das sind drei Punkte mehr als im Vormonat. Die SPD verliert zwei Punkte und kommt nur noch auf 25 Prozent. Bei den Oppositionsparteien verlieren die FDP mit acht Prozent (minus eins) und die Linke mit zehn Prozent (minus zwei) an Zustimmung; die Grünen können sich in der politischen Stimmung auf zehn Prozent verbessern (plus eins).
Die Union läge weit vorn
Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine größere Rolle spielen. Nach der Politbarometer-Projektion käme die Union auf 40 Prozent (plus eins), die SPD auf 25 Prozent (minus eins), die FDP erhielte neun Prozent (minus eins), die Linke elf Prozent (minus eins) und die Grünen zehn Prozent (plus eins).
Steinmeier führt vor Beck
Relativ wenige Änderungen gibt es bei der Frage, wer Kanzlerkandidat der SPD werden soll: Hier nennen elf Prozent den SPD-Vorsitzenden Kurt Beck und 45 Prozent Außenminister Frank-Walter Steinmeier. 40 Prozent können keine Kandidaten nennen. Auch innerhalb der SPD-Anhängerschaft führt Steinmeier mit 48 Prozent deutlich vor Beck (16 Prozent). 32 Prozent können hier keinen anderen Kandidaten benennen.
Pessimisten sind in der Mehrheit
Was die ökonomische Entwicklung betrifft sehen viele der Bundesbürger schwarz. 45 Prozent der Befragten glauben, es werde mit der Wirtschaft abwärts gehen. Damit steigt die Zahl der Pessimisten seit Juni deutlich an - und hat nun ihren höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht. Lediglich noch 14 Prozent der Bundesbürger sehen die deutsche Wirtschaft demnach im Aufschwung, 40 Prozent erwarten keine großen Veränderungen.
Skepsis gegenüber der Wirtschaftskompetenz
Im Juni hatten Optimisten und Pessimisten im Politbarometer noch gleichauf gelegen. Jeweils 26 Prozent sagten damals, dass es mit der Wirtschaft ab- beziehungsweise aufwärts gehen werde. Skeptisch sind die Bürger auch gegenüber den Parteien: Mit 49 Prozent sieht nur die knappe Hälfte der Befragten bei überhaupt irgendeiner Partei eine Wirtschaftskompetenz. Am ehesten vermuten die Deutschen diese demnach mit 33 Prozent bei der Union, bei der SPD sehen sie lediglich neun Prozent und zusammen sieben Prozent bei irgendeiner anderen Partei.
HH schrieb:am 14. Januar 2011 um 23:04:43 (0) (0)SPD Um an die Macht zu kommen, machen die Roten SPDler doch alles: Meck-Pomm, Brandenburg, NRW als Minderheit, Berlin lassen grüßen. Dakönnen die noch soviel gegenreden, denn nach der Wahl denken sie nur an die Macht, egal wie und mit wem. Verachtenswerter Haufen. mehrKommentar melden
J.Adelmann schrieb:am 14. Januar 2011 um 13:39:19 (0) (0)Beck Der Klugscheißer ist das gleiche Futzi wie Westerwelle solche Typen gehören ins aus den Vögel traut keiner mehr....Diese lauen Herrenhaben schon lange ausgedient.... mehrKommentar melden