28.03.2007, 10:49 Uhr
Mit einer Verfassungsänderung will die klerikal-nationalistische Liga Polnischer Familien (LPR) in Polen legale Abtreibungen nahezu unmöglich machen. Am Mittwoch stand auf der Tagesordnung des Parlaments in Warschau die Debatte über die Verankerung des "Schutzes menschlichen Lebens vom Beginn der Empfängnis bis zum natürlichen Tod" in der Verfassung.
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Kaczynski-Entwurf "liberaler"
Ein Entwurf des Staatspräsidenten Lech Kaczynski sieht zwar auch den Schutz menschlichen Lebens von Anfang an vor, aber auch Hilfe für schwangere Frauen in Notlagen. Die Abstimmung über eine Verfassungsänderung ist erst in einer Plenarsitzung nach Ostern vorgesehen.
Befürworter und Gegner wollen demonstrieren
Mehrere Organisationen haben für Mittwoch zu Demonstrationen aufgerufen. Die LPR sowie der rechtskatholische Rundfunksender Radio Maryja wollen auf zwei Veranstaltungen für den Schutz menschlichen Lebens von der Empfängnis an demonstrieren. Die Gegner einer Verschärfung des Abtreibungsrechts wollen ebenfalls auf die Straße gehen.
Schon jetzt äußerst restriktiv
Das in Polen geltende Abtreibungsrecht gehört zu den restriktivsten in Europa. Eine legale Abtreibung ist nur nach einer Vergewaltigung, bei einer schweren Behinderung des Fötus oder Gefahr für das Leben der Mutter möglich.
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