17.01.2011, 14:06 Uhr
Tonnen von Plastikmüll verschmutzen das Mittelmeer (Foto: Reuters)
Schätzungsweise 500 Tonnen winziger Plastikteilchen aus Abfällen schwimmen derzeit im Mittelmeer. Der Müll dient dem Plankton und damit Fischen als Nahrung und könnte auf diese Weise bald auf unseren Tellern landen. Dies sind die ersten Schlüsse einer in Europa bislang einmaligen Forschungsexpedition. Die Menge entspreche etwa 250 Milliarden Partikeln mit einem Durchschnittsgewicht von 1,8 Milligramm, die über das ganze Mittelmeer verteilt sind, erläutert François Galgani vom französischen Meeresforschungsinstitut Ifremer.
Mitglieder der Vereinigung "Mittelmeer in Gefahr" unternahmen im vergangenen Juli auf eigene Kosten eine Expedition entlang der Mittelmeerküsten von Frankreich, Norditalien und Spanien. "Wir haben Wasserproben bis zu einer Tiefe von 15 Zentimetern auf ihren Gehalt an Plastikteilchen untersucht und die Summe dann hochgerechnet", berichtet der Leiter der Expedition, Bruno Dumontet.
Das Ergebnis sei besonders beunruhigend - auch wenn aus tieferen Wasserschichten bisher keine Proben entnommen worden seien, sagen die Forscher. Ausgewertet wurden die Proben dann von den Meeresforschungsinstituten Ifremer sowie dem der Universität im belgischen Lüttich. Der Lütticher Wissenschaftler Jean-Henri Hecq entdeckte bei der Analyse der Proben vor allem, dass Algen die Mikro-Partikel besiedeln. Über die Algen gelangt das Plastik dann in die Nahrungskette - landet schließlich in Fischen auch auf dem Tisch der Verbraucher.
Der Müll stammt von allem möglichen Plastikabfall - etwa Verpackungen -, den Menschen auf den Stränden zurücklassen oder von Schiffen aus ins Wasser werfen. Ein großer Teil des Mülls wird auch von Flüssen angeschwemmt oder vom Wind ins Meer geblasen.
Noch in diesem Jahr wollen Forscher an die gleichen Stellen zurückkehren und untersuchen, ob sich die Verschmutzung verschlimmert hat. Außerdem sollen die Expeditionen unter anderem auf die Küsten Nordafrikas und Süditaliens ausgedehnt werden. Auch entlang der Küsten von Korsika und Sardinien sollen Wasserproben unter die Lupe genommen werden.
Die aktuelle Belastung des Mittelmeers durch die Mikro-Plastikteilchen sei nicht mehr rückgängig zu machen, warnt Expeditionsleiter Dumontet. Um zu verhindern, dass das Mittelmeer eine regelrechte Plastiksuppe wird, gebe es daher nur eine Lösung: Die Verschmutzung müsse an der Quelle eingedämmt werden.
Dazu haben die Initiatoren kürzlich unter dem Motto "un million de clicks pour la Méditerranée" ("eine Million Mausklicks für das Mittelmeer") eine Internet-Petition lanciert. Ziel ist es, die erforderliche Zahl von einer Million Unterschriften für ein EU-Bürgerbegehren zu sammeln. Es soll die EU-Kommission auffordern, mit neuen Vorschriften umweltfreundlichere Verbraucherprodukte - vor allem Verpackungen - durchzusetzen. So soll der Verbrauch von Einwegverpackungen stärker eingeschränkt werden, als dies in der heute gültigen Verpackungsrichtlinie aus dem Jahre 1994 der Fall ist.
Möglich macht ein solches Bürgerbegehren der vor einem Jahr in Kraft getretene EU-Vertrag von Lissabon: Demnach können Bürger mit Petitionen, die mindestens eine Million Unterschriften erhalten, von der EU-Kommission Gesetzesvorschläge fordern. Die EU-Kommission ist zwar nicht an die Vorschläge gebunden, zumindest aber haben die Initiatoren das Recht auf eine öffentliche Anhörung. Und wenn die Kommission ihre Forderung ablehnt, muss sie das ausreichend begründen.
Quelle: AFP
Klabautermann schrieb:
am 10. Januar 2011 um 20:24:32
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Müllemeer
Hier wird nur von Plastik und Ölresten geredet, die den Badenden das Wasser versauen. Was ist mit den Tonnen an Sonnencreme, die
auch im Wasser enden? Da nützt auch wasserfeste Creme nicht lange. Merkt Euch: der Mensch ist des Menschen Feind. Alles was in Massen auftritt, vernichtet sich irgendwann selbst.
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Müllteufel schrieb:
am 10. Januar 2011 um 20:23:58
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Plastiksuppe
Also mein zweiter Beitrag,Ihr seit naiv, die Wahrheit ist viel schlimmer bloss es wird keiner von Denen zu geben. Die meisten
Länder am Mittelmeer sind so oder so arm oder bankrot . Nun dreimal dürft Ihr raten wer da wieder zahlen wird "WIR", aber lieber dafür als für irgend eine unsinnige militärische Auseinandersetzung. Die Urheber kann man ja noch nicht mal unbeding böse sein die haben sich Früher nicht so viel Gedanken gemacht, aber die Unbelerbaren heute soll man wegschließen für immer.
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Biologe schrieb:
am 10. Januar 2011 um 20:12:21
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Müll
Die Natur wird uns schon Überleben ...... das ist sehr sehr sicher ! Ich hoffe bald auf eine Mega-Eruption wo mal so 4-5 Milliarden
Menschen umkommen. Vielleicht kapiert dann der verbleibende Rest was uns die Natur Wert sein sollte !
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