02.12.2011, 12:55 Uhr
Ex-Doktorand Karl-Theodor zu Guttenberg stößt bei der Universität Bayreuth auf Misstrauen (Quelle: dapd)
Nach der scharfen Attacke von Ex-Doktorand Karl-Theodor zu Guttenberg gegen die Universität Bayreuth hat Präsident Rüdiger Bormann das Wort ergriffen: "Mein Problem mit ihm ist nach wie vor, dass ich ihm nicht vertraue", sagte Bormann am Donnerstag in der ZDF-Sendung "maybrit illner".
Guttenberg sei auch nach Erscheinen seines Buchs "Vorerst gescheitert" nicht moralisch rehabilitiert. Der CSU-Politiker streite den Täuschungsversuch beim Verfassen seiner Doktorarbeit weiter ab.
So lange es dazu kein Eingeständnis gebe, könne er sich ein Vertrauen in Aktivitäten Guttenbergs "jeglicher Art" nicht vorstellen, sagte Bormann mit Blick auf eine mögliche Rückkehr des zurückgetretenen Ministers in die Politik.
Der Uni-Präsident wies zugleich Guttenbergs Vorwürfe zurück, die zur Untersuchung der Affäre eingesetzte Kommission habe Rücksicht auf den Ruf der Hochschule genommen. Der mit der Klärung des Plagiatsfalles betrauten Kommission habe hochrangige externe Expertise angehört. Diese sei bestellt worden, um dem Vorwurf der Befangenheit und Parteinahme vorzubeugen.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann hat die Regierungskoalition für die anhaltende Popularität Guttenbergs verantwortlich gemacht. Wenn es eine Sehnsucht nach der Rückkehr des CSU-Mannes auf die politische Bühne gebe, habe diese "auch damit zu tun, dass wir im Augenblick eine Regierung haben, die eine unglaublich schlechte Vorstellung liefert", sagte Oppermann bei "maybrit illner". Vor diesem Hintergrund entstehe bei den Menschen das Verlangen nach einem "Hoffnungsträger".
Skeptisch ist Oppermann, ob der über eine Plagiat-Affäre gestürzte CSU-Minister in seiner politischen Heimat erneut eine gewichtige Rolle spielen könnte. "Ich bin mal gespannt, ob die CSU den Kakao, durch den Guttenberg sie jetzt gezogen hat, dann auch noch selber austrinkt", sagte der SPD-Politiker.
Guttenberg hatte der CSU unter anderem vorgeworfen, "romantische Rückschau" auf bessere Zeiten zu halten und "Spinnweben" angesetzt zu haben.
Der wegen der Plagiat-Affäre als Verteidigungsminister zurückgetretene CSU-Politiker kommt mit einer Geldauflage davon. zum Video
Quelle: dapd
Peter schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 21:06:20
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Wenn KTvG keine "besseren Zeiten" (Amtseid) bereiten will, hat er die Aufgabe von Politik nicht erkannt.
Lt. Artikel erwähnt
KTvGuttenberg "romantische Rückschau" auf bessere Zeiten fast so, als wäre das negativ. Es ist die EXPLIZITE AUFGABE der Politik, "bessere Zeiten" für die Menschen herbeizuführen - über die Details des Weges kann man diskutieren. Wenn er dies nicht WILL, dann sollte er in D nicht in der Politik sein. Ist z.B. ein Großstaat, schlechter als D, soll man ihn NICHT anstreben (siehe auch Titel seiner Diss). Dann würde ja KTvG uns (D) schaden wollen.
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Selbstdenkend schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 20:52:08
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Lebenslang gescheitet ?
Da Herr von Guttenberg während der Zeit seiner "Dissertation" ein Besitz seiner vollen geisteskraft war und
das auch ist hat er auch dafür die Verantwortung voll zu tragen. Da Herr von Guttenberg mit einer gewissen Intelligenz und schärfe seiner Gedanken und Ausführungen glänzt kann ein Versehen ausgeschlossen werden. Eher will er die "dummen" Restmenschen belügen um erneut das Big-Business der Politik anzustreben, das besonders schmutzige Geschäft mit Lügen, Betrügen u Ausbeutun
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tibby schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 20:47:55
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Guttenberg
@Max - wer sagt denn, oder welchen Beweis haben Sie, dass die SPD vor Guttenbergs Rückkehr Angst habe. Sind Sie sicher, dass die
Verräter nicht in den eigenen christlichen Reihen zu suchen sind? Ist Guttenberg nicht eher seinen eigenen Ministerkollegen und unserer Super-Mutti zu beliebt geworden? Oder sind Sie ein echter Insider, der alles weiß und alles kennt? Wohl eher nicht.
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