25.10.2010, 08:20 Uhr
Die "York" befindet sich seit Samstag in der Hand von Piraten (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Am Horn von Afrika haben Piraten zwei Schiffe mit deutschen Besatzungsmitgliedern an Bord gekapert. Bereits am Samstag wurde der Tanker "York" mit seinem deutschen Kapitän rund 90 Seemeilen vor Mombasa entführt. Etwa 1000 Seemeilen weiter östlich schlugen Seeräuber dann am Sonntagmorgen auf dem Schiff "Beluga Fortune" zu.
Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr bestätigte einen entsprechenden Bericht des Blogs augengeradeaus.net. Demnach befinden sich zwei deutsche Staatsbürger an Bord. Die Entführung habe sich um 7.30 Uhr MEZ ereignet.
Der deutsche Kapitän der "York" konnte derweil Kontakt mit seiner Reederei in Griechenland aufnehmen. Der Besatzung gehe es gut, sagte ein Sprecher der Interunity Management Corporation (IMC). Der Kapitän sei etwa 68 Jahre alt und stamme aus der Nähe von Hamburg. Die Piraten haben bislang ihre Forderungen nicht genannt, so der Sprecher weiter. "Das tun sie meistens einige Tage nach der Kaperung."
Zurzeit fahre die "York" Richtung Somalia. Nach Angaben der Singapurer Hafenbehörde wurde der Flüssiggastanker schon am Samstag überfallen. Das Schiff sandte um 14.25 MESZ ein Notsignal aus. Es war auf dem Weg von Mombasa nach Mahe auf den Seychellen.
Auch die Besatzung eines türkisches Kriegsschiffes hatte die Entführung bestätigt, teilte die EU-Mission "Atalanta" in Brüssel mit. Ein von dem Kriegsschiff aus gestarteter Hubschrauber habe bewaffnete Männer an Bord des Tankers beobachten können.
An Bord des Schiffes, das sich im Besitz einer griechischen Reederei befindet und unter der Flagge Singapurs fährt, befinden sich neben dem deutschen Kapitän 16 weitere Besatzungsmitglieder. Bei ihnen handelt es sich um zwei Ukrainer und 14 Philippiner. Der Schiffsdatenbank "Vesseltracker.com" zufolge ist die "York" 90 Meter lang und zwölf Meter breit.
Immer wieder kommt es vor der ostafrikanischen Küste, insbesondere vor der somalischen, zu Piratenüberfällen. Erst vor einer Woche war bekannt geworden, dass somalische Piraten bereits am 9. Oktober vor der Küste Kenias einen südkoreanischen Fischtrawler mit 43 Mann Besatzung gekapert hatten. Seit Januar gab es in der Region 140 Zwischenfälle. Mehr als 30 Schiffe wurden nach UN-Angaben gekapert.
Quelle: dapd , AFP , dpa
Piwi schrieb:
am 24. Oktober 2010 um 16:16:12
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Marine
Also so langsam frage ich mich das auch Kostet den Steuerzahler nur Geld oder Sie verhalten sich nun mal langsam da unten am Kap mal
wie Soldaten ich frage mich wo ist da die sicherheit .Unglaublich !!!
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Hansmann schrieb:
am 24. Oktober 2010 um 16:09:37
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Piraterie
Warum macht man mit Piraten nicht einfach "kurzen Prozess", so wie früher. Piratenschiffe mit Mann und Maus einfach versenken und
das Problem ist gelöst. Nicht lange und im Effekt teuere, lächerliche Prozesse mit Pseudostrafen. Aber unsere Gutmenschen lassen so etwas natürlich nicht zu (sie sind ja nicht direkt betroffen ...)
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Josef schrieb:
am 24. Oktober 2010 um 16:01:21
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Kaperei
In Afrika ist der Sprit wie in Frankreich äußerst knapp, deshalb nicht zu verdenken das ein Tanker daran glauben muß. Ein
Kreuzfahrtschiff wäre peinlicher. Was macht unsere stolze Marine? Täglich Poller richten und die Schiffe auf Hafenseite streichen.
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