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Britische Marine tötet somalische Piraten
13.11.2008, 14:14 Uhr
Besatzungsmitglieder der Fregatte "HMS Cumberland" waren an der Schießerei beteiligt (Archivbild) (Quelle: Reuters)Bei einem Schusswechsel mit Soldaten der britischen Marine sind im Golf von Aden zwei somalische Piraten erschossen worden. Die Männer hätten versucht, ein dänisches Schiff zu kapern, teilte das Verteidigungsministerium in London mit.Vor der Küste des Jemen brachten Piraten derweil ein türkisches Handelsschiff in ihre Gewalt - das zweite innerhalb weniger Wochen.
Die getöteten Piraten seien mit einer Dhau - dem traditionellen arabischen Segelschiff - unter der Flagge des Jemen gesegelt. Einen dritten Mann mit jemenitischem Pass hätten die Soldaten verletzt an Bord der Dhau gefunden. Er sei später seinen Verletzungen erlegen.
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Mit Schlauchbooten im Einsatz
Der Zwischenfall habe sich gut hundert Kilometer südlich der Küste des Jemen ereignet. Nach Angaben des Ministeriums setzte die Marine Schlauchboote von der Fregatte "HMS Cumberland" aus, um die Dhau zu entern. Bevor die Soldaten an Bord des Schiffes gehen konnten, sei es zum Schusswechsel gekommen. Es ist nach Medienangaben das erste Mal, dass die britische Marine auf hoher See in eine tödliche Schießerei verwickelt war.
Aus Selbstverteidigung geschossen
Unklar war, ob der getötete Jemenit bei dem Gefecht getroffen oder bereits zuvor verwundet worden war. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, die Soldaten hätten zur Selbstverteidigung geschossen. Die "HMS Cumberland" patrouilliert im Golf von Aden im Rahmen einer NATO-Operation. Den Berichten nach hatten die Piraten auf ein dänisches Schiff gefeuert und zweimal versucht, es zu kapern. Danach kam es zu dem tödlichen Zwischenfall.
Türkei bittet NATO um Hilfe
Unterdessen brachten Piraten vor der Küste des Jemens binnen weniger Wochen ein zweites türkisches Handelsschiff in ihre Gewalt. Die türkischen Behörden hätten Marineverbände der NATO um Hilfe gebeten, berichteten türkische Zeitungen am Donnerstag. Die am Vortag entführte "Karagöl" sei mit 14 Mann Besatzung und chemischem Material als Ladung auf dem Weg nach Indien gewesen. Im vergangenen Monat hatten Piraten vor dem Horn von Afrika bereits einen türkischen Frachter gekapert.
Gefährliche Gewässer
In der Meerenge zwischen dem Horn von Afrika und der arabischen Halbinsel haben Piraten in diesem Jahr bereits mehr als 30 Schiffe gekapert. Sie erpressen von den Regierungen der Herkunftsländer oder von den Schiffseignern hohe Lösegelder. Die somalische Küste gilt wegen zahlreicher Piratenüberfälle als eines der gefährlichsten Gewässer der Welt.
Quelle: dpa