26.10.2010, 02:39 Uhr | Vera Fröhlich, dapd
Der deutsche Frachter "Beluga Fortune" ist wieder frei (Foto: dpa)
Einen Tag nach der Kaperung durch Piraten im Indischen Ozean ist der Frachter "Beluga Fortune" mit 16 Mann Besatzung wieder frei. Niels Stolberg, Geschäftsführender Gesellschafter der Beluga-Reederei in Bremen, erklärte, es sei kein Lösegeld gezahlt worden. Das Schiff habe mit nur leichten Schäden, aber unversehrter Crew seine Fahrt nach Südafrika fortsetzen können.
Die Piraten gaben den Angaben zufolge auf, nachdem sich ein Marineschiff der EU-Anti-Piraten-Mission "Atalanta" nur wenige Stunden nach dem Piratenangriff längsseits der "Beluga Fortune" in Stellung gebracht habe.
Die Besatzung habe den Angriff per Notruf gemeldet, sich in einem Sicherheitsraum verschanzt, die Hauptmaschine abgeschaltet, die Brennstoffzufuhr unterbrochen, die Brücke lahmgelegt und über Funk das vor Ort kreisende Aufklärungsflugzeug der Militäreinheiten informiert. So seien die Piraten nicht in der Lage gewesen, das Schiff in ihre Gewalt zu bringen und die Seeleute als Faustpfand für eine hohe Lösegeldforderung zu missbrauchen. Per Notruf war der unmittelbar bevorstehende Piratenangriff gemeldet worden, wie die Reederei weiter erklärte.
Das Landeskriminalamt, das Bundeskriminalamt und das Auswärtige Amt seien einbezogen worden. Die Familien der deutschen, russischen und philippinischen Besatzungsmitglieder wurden informiert. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr habe mit den internationalen Streitkräften der Anti-Piraten-Mission "Atalanta" vor Ort den Einsatz der Kriegsschiffe und des Aufklärungsflugzeuges koordiniert.
Vor der Meldung von der Freilassung der "Beluga Fortune" hatte die Bundesregierung die Entführung eines weiteren Schiffs mit deutschem Kapitän bestätigt. Der Flüssiggastanker "York" einer griechischen Reederei sei nach Erkenntnissen des Auswärtigen Amts "leider in der Hand von Piraten", sagte Ministeriumssprecher Andreas Peschke in Berlin.
Das Schiff war mit 17 Mann Besatzung auf dem Weg von Kenia auf die Seychellen, als es am Samstag gekapert wurde. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Christian Dienst, sagte, vordringliche Aufgabe der EU-Mission "Atalanta" am Horn von Afrika sei der Schutz der Lieferungen des Welternährungsprogramms für Somalia. Der Schutz der Schiffe vor Piraten sei schon wegen der Größe des Seegebiets eine Herausforderung. Auch seien die Piraten mittlerweile besser ausgestattet. Das gefährdete Gebiet werde folglich immer größer. Außenamtssprecher Peschke sagte, alle seien sich einig, dass man gegen die Wurzeln der Piraterie vorgehen müsse. Das bedeute auch, in Somalia die sehr schwache Übergangsregierung zu stützen. "Das ist ein sehr, sehr mühsames Unterfangen", meinte Peschke.
Quelle: dapd , AFP
Mani schrieb:
am 25. Oktober 2010 um 19:51:28
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Piraten
Es ist schon traurig auf dierser Welt.
Liebe Politiker,wozu haben wir eine Marine ?
Legt doch ein paar U-Boote bereit,dann hört der Zauber auf.
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horst schrieb:
am 25. Oktober 2010 um 19:42:43
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armut
da kann man mal sehen wie schlecht es die menschen in afrika haben , dass sie schon solche verbrechen begehen um an geld zu kommen. und
wir hier in deutschland und generell in den gut industrialisierten ländern können garnicht genug bekommen, währen am anderen ende der welt jeden tag tausende menschen verhungern.
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volkerp schrieb:
am 25. Oktober 2010 um 19:30:04
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Piraten
Also ich verstehe nicht, warum die deutschen Schiffe nicht mit entsprechenden Waffen ausgerüstet werden. Kurze Ansprache über
Lautsprecher, Warnung ausgesprochen und wer sich dann noch nähert, wird versenkt. Die Schiffskapitäne sehen die sich nähernden Boote über Radar schon lange bevor die Boote in gefährliche Nähe kommen.
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