15.11.2010, 08:45 Uhr
Nach mehr als einem Jahr in der Gewalt von somalischen Piraten ist ein britisches Ehepaar freigekommen. Paul und Rachel Chandler trafen am Sonntag in der zentralsomalischen Stadt Adado an der Grenze zu Äthiopien ein, nachdem ihre Entführer sie an die selbsternannte Regierung der Region übergeben hatten. Offenbar wurde das Ehepaar gegen Zahlung eines Lösegeldes freigelassen.
Die beiden Briten sahen müde aus, wirkten aber auf den ersten Blick körperlich unversehrt. Ihnen wurden Handys gegeben, um ihre Angehörigen verständigen zu können.
"Nein, wir wurden nicht gut behandelt", sagte Rachel Chandler zu Journalisten, als sie den gesicherten Sitz der Regionalverwaltung in Adado betrat. Noch am Sonntag soll das Ehepaar mit einem Flugzeug in die kenianische Hauptstadt Nairobi gebracht werden.
Das Paar aus der südenglischen Grafschaft Kent war Ende Oktober 2009 in der Nähe der Seychellen im Indischen Ozean auf seiner Segelyacht "Lynn Rival" von Piraten überfallen worden. Nach Angaben von Stammesältesten erklärten sich die Piraten zu der Freilassung bereit, nachdem sie weitere 320.000 Dollar (234.000 Euro) Lösegeld erhalten hatten.
Bei einem gescheiterten Befreiungsversuch vor einigen Monaten waren bereits 400.000 Dollar an die Piraten geflossen. Die Summe war offenbar von Verwandten des Paares aufgebracht worden, da die britische Regierung prinzipiell kein Lösegeld zahlt. Die Piraten hatten ursprünglich ein Lösegeld von sieben Millionen Dollar verlangt.
Schwerbewaffnete Piraten aus Somalia machen die Gewässer vor der Küste Ostafrikas zu den gefährlichsten der Welt. Einem Anfang November veröffentlichten UN-Bericht zufolge gelingt es den Seeräubern immer häufiger, Schiffe in ihre Gewalt zu bringen.
Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres kaperten sie trotz des Einsatzes einer internationalen Flotte von Kriegsschiffen vor der Küste Somalias 37 Schiffe - im Vorjahreszeitraum waren es noch 33 Schiffe. Meistens überfallen die Piraten Frachter, allerdings geraten auch immer wieder Yachten und Segelschiffe in ihre Fänge.
Quelle: AFP
GUsti schrieb:
am 14. November 2010 um 17:23:36
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Piraten
Es ist offensichtlich leichter gegen Zivilisten in Afghanistan Krieg zu führen, als gegen Piraten. Zivilisten werden ohne Vorwarnung
getötet, bei Piraten macht man viel Aufheben. Ein eindeutig mit Piraten besetztes Schiff, ohne Vorwarnung versenken.
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Spötter schrieb:
am 14. November 2010 um 17:22:21
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@ Raubritter
Sie vergessen einen ganz wichtigen Aspekt: Die Hilflosigkeit unserer Marine. Den Feind zu bekämpfen wäre eine Kleinigkeit. Die
gefährlichen Gegener unserer Sailors sitzen in Berlin im Parlament links.
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Raubritter schrieb:
am 14. November 2010 um 16:44:55
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Piraten
Ich frage mich, warum gegen die Piraten nichts unternommen wird. Für das Militär wäre dies doch eine Kleinigkeit.
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