23.09.2011, 13:15 Uhr
Auch bundesweit im Aufwind: die Piratenpartei (Quelle: imago)
Nach ihrem Erfolg bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin bekommt die Piratenpartei auch bundesweit Wind in die Segel. Wie aus dem neuen ZDF-Politbarometer hervorgeht, können sich 19 Prozent der Wähler vorstellen, die Piratenpartei zu wählen.
Besonders groß ist der Anteil bei Anhängern der Linken und der Grünen. Bei Unterstützern der Linken zeigten sich 32 Prozent der Befragten offen dafür, der Piratenpartei ihre Stimme zu geben, bei den der Grünen waren es 18 Prozent.
In der Sonntagsfrage kommt die Partei mit vier Prozent sogar bereits knapp an die Fünf-Prozent-Hürde heran, die sie für den Einzug in den Bundestag überspringen müsste. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, bliebe die Union unverändert bei 34 Prozent, die SPD bei 30 Prozent, die FDP bei vier und die Linke bei sechs Prozent. Die Grünen verlieren zwei Punkte auf 18 Prozent.
In Berlin hatten die Piraten überraschend 8,9 Prozent der Stimmen geholt und waren erstmals in ein Landesparlament eingezogen. Parteichef Sebastian Nerz sagte am Freitag im ZDF, die Piratenpartei wolle auf allen Ebenen Politik gestalten. "Wir sind keine Eintagsfliege", betonte Nerz.
Für die FDP, die bei der Wahl in Berlin zum fünften Mal in diesem Jahr den Einzug in ein Landesparlament verpasst hatte, ist die politische Stimmung dagegen weiterhin düster. Nur eine Minderheit von 22 Prozent der Befragten glaubte, dass es der FDP in absehbarer Zeit gelingen werde, ihre Krise zu überwinden. 73 Prozent glaubten das nicht.
Massiv verschlechtert hat sich die Bewertung von FDP-Chef Philipp Rösler. In der Top Ten der Politikerrangliste erreichte Rösler nur den vorletzten Platz. Schlusslicht bildete weiter sein Partei- und Kabinettskollege, Außenminister Guido Westerwelle.
Auf Platz eins der Liste liegt weiterhin der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Auf Platz zwei folgt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier vor Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Danach folgen Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière und Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU).
Zu einem möglichen Bankrott Griechenlands in der Euro-Krise äußerte sich die Mehrheit der Befragten kritisch. 50 Prozent fänden es laut Politbarometer schlecht, wenn die EU eine Zahlungsunfähigkeit zuließe. Lediglich 41 Prozent fänden das gut. Eine Mehrheit von 68 Prozent glaubt, dass ein Bankrott Griechenlands für Deutschland wirtschaftlich schlecht wäre.
Eine klare Meinung haben die Deutschen aber gleichzeitig zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms, die nächste Woche von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden soll: 75 Prozent der Befragten lehnen die Maßnahme ab, nur 19 Prozent sind dafür.
29 Prozent der Befragten gaben an, die Union vertrete in der Euro-Krise eine Politik, die am ehesten der Haltung der Bürger entspreche. 23 Prozent sagen dies über die SPD, drei Prozent über die FDP, zwei Prozent über die Grünen und ein Prozent über die Linke.
Im Euro-Streit der schwarz-gelben Koalition machten die Wähler keine klaren Schuldzuweisungen. 68 Prozent der Befragten meinen, alle Beteiligten hätten gleichermaßen Schuld. 16 Prozent sehen die Liberalen als Hauptschuldigen, fünf Prozent die CDU und zwei Prozent die CSU. Wenn es aufgrund der Kontroversen zu Neuwahlen käme, fänden das 47 Prozent gut, 46 Prozent wollen dies nicht.
Für das ZDF-Politbarometer wurden von Dienstag bis Donnerstag von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen 1229 Wahlberechtigte befragt.
Quelle: dpa , AFP , dapd
Hr.Lügenrausch schrieb:
am 23. September 2011 um 21:37:19
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(28)
Piraten
Endlich hat man wieder eine "WAHL" bei den Wahlen.Die politische Scheinheiligkeit hat ausgedient."Kampf gegen
Volksverdummung" wäre ein passender Slogan.
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Pjupe schrieb:
am 23. September 2011 um 21:31:24
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(15)
Unfassbar!
Deutschland schafft sich ab!
Die Altparteien müssen abgewählt werden, schon um Meinungsfreiheit und Souveränität (unterstellt
Deutschland sei überhaupt je souverän geworden) zu sichern. Aber mit Sicherheit nicht mit dieser Spaßpartei, die keine Antworten auf die drängenden Fragen der Gegenwart hat. Warum nicht eine seriöse Partei? Gibt genug Alternativen. Gerade rechts von der Union ist ein gewaltiges Vakuum entstanden - obwohl es dort genug Parteien gibt. Wer Piraten wählt, wählt Gr
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otto01 schrieb:
am 23. September 2011 um 21:13:02
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Piratenpartei
Wir Deutschen sind fett und satt. Da wollen andere Völker auch was von haben. Wir Deutsche gehen nur zur Wahl, wenn uns die
Journaille Spaßvögel, Protestler, Eventmanager und Blender vorsetzt. Guidomobil, arm aber sexy, Hackerorgien. Diese Deppen werden dann auch noch gewählt. Und jetzt auch noch Rösler als Eventmanager in der Wirtschaft. Piraten als mediengeile Show. Die Medien verblöden das Volk. Medienmogule als die neuen Päpste. Politiker gekauft. Unsere armen iPOD Kinder.
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