Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland >

Philipp Rösler will Ökoenergie-Förderung überprüfen

...

Rösler will Ökoenergie-Förderung überprüfen

16.01.2012, 16:23 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Windkraft

Windkraft (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Ökostrom hat Atom und Steinkohle beim Stromanteil überholt. Aber der Ausbau kostet Milliarden. Wirtschaftsminister Rösler (FDP) überrascht nun mit einer Attacke gegen die bisherige Form der Ökoenergieförderung.

Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) wies Röslers Vorstoß aber am Montag zurück. "Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat sich grundsätzlich bewährt und ist mit der Energiewende und den dazu gehörigen Beschlüssen noch einmal bekräftigt worden", sagte Röttgens Sprecherin in Berlin.

Rösler hatte im "Handelsblatt gefordert, man müsse wegkommen von festen Förderzahlungen für Ökoenergie, um die Kosten für die Verbraucher stärker zu begrenzen. 2012 zahlen die Verbraucher für die Ökoenergie-Vergütungen über den Strompreis rund 14 Milliarden Euro. Ein Durchschnittshaushalt muss pro Jahr etwa 125 Euro Ökostrom-Umlage zahlen. Wenn der Ökostrom-Anteil rasant steigt, kann es mehr werden.

Rösler kann sich ein Quotenmodell vorstellen, bei dem Energieversorger verpflichtet werden, einen bestimmten Teil ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen zu liefern. Rösler wolle eine offene Debatte darüber, wie das Fördersystem angepasst werden könne, sagte seine Sprecherin. Man müsse die Belastungen für Verbraucher und die Wirtschaft im Auge behalten. Als Sofortmaßnahme fordert Rösler eine deutliche Begrenzung der Solarförderung, die über 50 Prozent der Vergütungen frisst, aber nur rund einen Anteil von drei Prozent an der Stromerzeugung hat. Röttgen kann sich weitere Kürzungen vorstellen und will am Donnerstag mit der Branche darüber in Berlin sprechen.

Der Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE), Dietmar Schütz, wies Röslers Vorstoß zurück "Jeden Tag ein neuer unbrauchbarer Vorschlag aus dem Hause Rösler - das schafft nicht unbedingt Vertrauen in der Erneuerbare-Energien-Branche." Der Grünen-Politiker Hans Josef Fell kritisierte: "Rösler will offensichtlich die Energiewende nicht und gefährdet hunderttausende Arbeitsplätze in der Erneuerbare-Energien-Branche".

Der FDP-Umweltpolitiker Michael Kauch betonte hingegen: "Der Bundeswirtschaftsminister hat deutlich gemacht, dass wir mehr Marktwirtschaft bei der Förderung erneuerbarer Energien brauchen." Er betonte, die FDP stehe zum EEG. Langfristig würden sich aber neue Fragen stellen. "Wenn wir 80 Prozent Erneuerbare Energien im Markt erreichen wollen, geht das nicht mit dem heutigen EEG", sagte Kauch. "Entscheidend ist: Wir wollen deutlich mehr Erneuerbare Energien zu vertretbaren Kosten und bei gesicherter Versorgung."


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Philipp Rösler will Ökoenergie-Förderung überprüfen" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Philipp Rösler will Ökoenergie-Förderung überprüfen" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (2)

zum Forum

Thema: "Philipp Rösler will Ökoenergie-Förderung überprüfen"

Nanu! schrieb: am 16. Januar 2012 um 16:40:17
(1) (0) Ökoenergie-Förderung
Unabhängig davon ob man Rösler mag oder nicht, sein Vorschlag geht auf jeden Fall in die richtige Richtung! Warum
sollen die vielen Kleinverbraucher die Anlagen der Anderen finanzieren bzw. denen noch einen Gewinn bezahlen? Da haben doch unsere Politiker wieder mal nicht weiter als zur Nasenspitze gedacht! Das dieses Modell auf Dauer nicht funktionieren konnte, muss jedem vernünftig denkenden Mensch von Anfang an klar gewesen sein .
mehr Kommentar melden

Wähler09 schrieb: am 16. Januar 2012 um 15:58:56
(1) (0) EEG
Längst überfälliger schritt die Förderung abzuschaffen. Wo sollen die Strompreise noch hin?

Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige