24.08.2011, 15:36 Uhr
Die Mumie von Pharaonin Hatschepsut in Kairo. Bonner Wissenschaftler haben jetzt das Geheimnis ihres Flakons gelüftet. (Foto: dpa)
Ein krebserregendes Medikament war offenbar der Inhalt eines rätselhaften antiken Flakons der Pharaonin Hatschepsut. Das steinerne Fläschchen enthielt eine krebserregende Lotion, welche die ägyptische Herrscherin vor etwa 3500 Jahren offenbar gegen eine chronische Hauterkrankung auftrug.
Diese Erkenntnisse gaben der Ägyptologe Michael Höveler-Müller und Helmut Wiedenfeld vom Pharmazeutischen Institut der Universität Bonn im Ägyptischen Museum bekannt. Im Jahr 2009 hatte Höveler-Müller als neuer Kustos des Ägyptischen Museums angeregt, den Inhalt des antiken Fläschchens zu untersuchen.
Zunächst waren Forscher davon ausgegangen, dass es sich dabei um eine Verschmutzung oder ein Parfüm handelte. Mithilfe einer Untersuchung im Computertomographen der Radiologischen Klinik in Bonn fanden die Wissenschaftler jetzt heraus, dass das Fläschchen eine fettige Lotion aus Muskat- und Palmöl enthielt.
Bei den weiteren Inhalten handelte es sich um ungesättigte Fettsäuren, Teer und Bitumen. "Tatsächlich ist bekannt, dass es in der Familie von Hatschepsut Fälle von Hauterkrankungen gab", erklärte der Ägyptologe. Diese Krankheiten sind oft erblich.
Offenbar versuchte sie mit dem Inhalt des Flakons ihr Leiden zu lindern. "Es handelte sich wahrscheinlich um ein Medikament", bekräftigte der Pharmatologe Wiedenfeld.
Allerdings hatte die Tinktur fatale Nebenwirkungen. Die Forscher fanden Spuren des stark krebserregenden Stoffes Benzopyren. "Wir wissen schon lange, dass Hatschepsut Krebs hatte", stellt Höveler-Müller fest.
Womöglich ist sie auch daran gestorben. "Offenbar hat sich Hatschepsut zu Tode gecremt", sagte am Freitag Andreas Archut, Pressesprecher der Universität Bonn.
Die Pharaonin Hatschepsut regierte etwa von 1479 bis 1458 vor Christus in Ägypten und war damit vermutlich die erste Frau an der Spitze der uralten Hochkultur. Die Untersuchung des Flakons bezeichneten die Wissenschaftler als richtungsweisend in der Ägyptologie.
Wilfried schrieb:
am 19. August 2011 um 19:23:19
(114)
(43)
Hautkrebs bei Pharaonin
Bei der Sonne dort dürfte es sehr viel mehr Hautkrebs gegeben haben, als wir heute ahnen. Die Menschen wussten doch
garnicht, woran sie litten. Sie wurden auch kaum alt. Vielleicht war die Hautcreme nur, wie man heute sagen würde, der Versuch einer Therapie, womit es nur noch schlimmer werden konnte.
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Rochie schrieb:
am 19. August 2011 um 17:03:47
(63)
(41)
Nachtrag
Wobei es bei den Jahreszahlen ja ohnehin um Ihre Regentschaft geht..., allerdings findet man bei Wiki die Zahl 1479 und nicht 1497
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ovation schrieb:
am 19. August 2011 um 16:57:43
(256)
(47)
hatschepsut
laguna ... ne vor Christus geht umgekehrt, erst denke dann schreibe
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