22.10.2011, 11:11 Uhr
Die Rettungsaktion für die sieben Taucher, die nach dem Untergang eines Tauchschiffs vor der iranischen Küste in der Druckkammer gefangen waren, ist wahrscheinlich umsonst gewesen. Die Retter hätten nur noch die Leichen bergen können, nachdem sie die Druckkammer vom Schiff gelöst und an Land gebracht hätten, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle. Eine amtliche Bestätigung gab es dafür bislang noch nicht.
Das Tauchschiff war zu Wartungsarbeiten an einer Pipeline unterwegs und am Donnerstag gesunken. Dabei waren die indischen Berufstaucher, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks in einer Druckkammer befanden, mit auf den Meeresboden in 60 Metern Tiefe gezogen worden. Die Rettungskräfte hatten gehofft, dass die Eingeschlossenen noch über Sauerstoff verfügen würden.
Die Kammer enthalte Sauerstoff für 72 Stunden, erklärte ein Manager der indischen Firma Adsun Offshore Diving, die die Taucher beschäftigt. "Sie waren bereits seit 42 Stunden unter der Meeresoberfläche."
Die unter iranische Flagge fahrende "Kooscha-1" hatte am Donnerstag eine Ölförderplattform unweit des Gasfelds Südpars verlassen, als sie rund 25 Kilometer vor der iranischen Küste unterging. Die Taucher sollten eine Unterwasserpipeline verlegen.
Damit sie zwischen den Tauchgängen durch die Dekompression nicht so viel Zeit verlieren, verbringen Taucher die Pausen in Druckkammern an Bord.
Bei dem Untergang der "Kooscha-1" konnten sich 60 von 73 Personen an Bord retten.
Quelle: dpa , dapd
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