26.07.2011, 17:57 Uhr
Mit einer perfekten Landung hat die US-Raumfähre "Atlantis" die 135. und gleichzeitig letzte Mission eines Space Shuttles abgeschlossen. Die "Atlantis" sei pünktlich um 11.56 Uhr deutscher Zeit (5.56 Uhr Ortszeit) von ihrer 13-tägigen Reise zur Internationalen Raumstation auf den Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zurückgekehrt, teilte die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mit.
Die Mission zur Internationalen Raumstation ISS beendete vorerst auch die Ära der bemannten Raumfahrt in den USA. Das Shuttle-Programm wird nach 30 Jahren aus Sicherheits- und Kostengründen eingestellt.
Damit hat das Land keine Fluggeräte mehr, um seine Astronauten ins All zu bringen. Die Raumfahrtbehörde NASA ist für Reisen zur ISS nun auf die russischen "Sojus"-Kapseln angewiesen. Private US-Unternehmen sollen aber schon bald die Lücke füllen.
Ziel der Abschiedsmission war es, einen Jahresvorrat von rund vier Tonnen an Proviant, Ausrüstung und Ersatzteilen zu der Raumstation zu bringen. Zudem brachte die Mannschaft um Kommandant Chris Ferguson eine tonnenschwere, defekte Kühlpumpe zur Erde zurück. Das war ein Transport, den nur ein Space Shuttle bewerkstelligen konnte.
Das Shuttle-Zeitalter folgte auf das Apollo-Programm, mit dem die USA 1969 den ersten Menschen auf den Mond gebracht hatten. Als US-Präsident Richard Nixon 1972 die Entwicklung eines wiederverwendbaren Raumfahrzeugs in Auftrag gab, war der Hauptgedanke, die Kosten für Reisen ins All deutlich zu senken. Außerdem hoffte die NASA, Missionen im Wochentakt vornehmen zu können. Doch beide Erwartungen konnten die Space Shuttles nicht erfüllen. Nun soll 2015 eine ganz neu entwickelte Raumfähre einsatzbereit sein, an der die NASA derzeit gemeinsam mit einer privaten Firma arbeitet.
Mehrere Kameras liefern einzigartige Aufnahmen von der letzten Space-Shuttle-Reise.
Dass das goldene Zeitalter der US-Raumfahrt aber so oder so erst einmal vorbei ist, das zeigen allein die Zahlen der Raumfahrer. Waren im Jahr 2000 noch 149 Astronauten bei der NASA angestellt, sind es heute nur noch 61. Die Astronauten bräuchten sich aber nach dem Ende der Space-Shuttle-Missionen nicht über mangelnde Arbeit sorgen, meint Scott Pace, Ex-Astronaut und Leiter des Instituts für Weltraumpolitik in Washington. Als Hauptaufgabe sieht er die Unterstützung der ISS-Mission. Es seien immer mindestens zwei US-Astronauten auf der ISS, während sich andere auf die Mission vorbereiten, davon erholen oder am Boden mitarbeiten. Aber auch die Arbeit an neuen Plänen wie kommerziellen Weltraumflügen zählt Pace zu den wichtigen Zukunftsausgaben.
NASA-Chef Charles Bolden warb unlängst im zuständigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses für Raumflüge, die in Zukunft immer mehr kommerziellen Charakter bekommen sollen. "Wir geben die bemannte Raumfahrt nicht auf", sagte er. "Wir haben die große Aufgabe, den Betrieb der ISS mindestens in den kommenden neun Jahren aufrechtzuerhalten."
US-Astronautin Shannon Walker sorgt sich hauptsächlich um den Nachwuchs, der nun entmutigt nach anderen Berufen Ausschau halten könnte. "Wenn man in eine Schule geht und fragt, wer Astronaut werden will, gehen bisher alle Finger hoch", sagt sie. "Der Traum, ins All zu fliegen, ist lebendig."
Quelle: AFP , dpa , dapd
Silvia schrieb:
am 21. Juli 2011 um 20:58:27
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Grossartig
Das Space Shuttle Programm der NASA war seiner Zeit voraus, faszinierend und eine absolute Glanzleistung. Auch wenn ich es schade
finde das es nun vorbei ist, bin ich auf der anderen Seite gespannt auf die Nachfolger.
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Der Duke schrieb:
am 21. Juli 2011 um 17:06:59
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Der nächste Schritt
Letzten Endes werden die Industrien Wie Stahl und Pharma diesen Intergalaktischen Schritt wagen.Mit der suche nach
Vorkommen und Wissen werden die es sein,mit dem größten Nutzen.Das kleingeld haben sie auch.Was aber den Risikofaktor Leben zu verlieren auch erhöhen dürfte.Wie die Natur der Profitablen Kalkulation halt so ist.
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Ich schrieb:
am 21. Juli 2011 um 15:24:29
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US-Raumfähre
Irgendwie Gänsehaut so ein Ende :(
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