12.02.2010, 11:03 Uhr
Während FDP-Chef Westerwelle im Steuerstreit leisere Töne anschlägt, wird CSU-Chef Seehofer noch einmal deutlich (Foto: ddp)Im Dauerstreit zwischen CDU, CSU und FDP über Steuersenkungen und Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach ist kein schnelles Ende in Sicht. Die CSU-Landesgruppe im Bundestag, die sich zu Beginn ihrer Klausur in Wildbad Kreuth trotz aller Schwierigkeiten betont selbstbewusst gab, warnte die Liberalen vor Blockade bei der Personalie Steinbach. CSU-Chef Horst Seehofer bezeichnete bei dem Treffen in Oberbayern die auf Drängen der FDP im Koalitionsvertrag vereinbarten Steuerentlastungen bis 24 Milliarden Euro pro Jahr als unrealistisch. FDP-Chef Guido Westerwelle "wird der erste sein, der die Fahnen einrollen muss".
Die FDP beharrt auf ihren Steuersenkungsplänen. Westerwelle sieht diese Entlastungen für die Bürger als Teil einer "geistig-politischen Wende", die die Freidemokraten mit der Union im kommenden Jahrzehnt in Deutschland durchsetzen wollen. Westerwelle war aber sichtlich um eine Entschärfung des Streits mit der Union bemüht. Der FDP-Chef lobte vor etwa 1400 Zuhörern auf dem Dreikönigstreffen der Liberalen in Stuttgart ausdrücklich die Vorsitzenden von CDU und CSU, Merkel und Seehofer, sowie Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).
Quelle: dpa
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