13.02.2012, 10:43 Uhr
Für die Piratenpartei geht es steil bergauf: Sie knackte Anfang des Jahres die 20 000-Mitglieder-Marke. (Quelle: dpa)
Berlin (dpa) - Bis auf Piraten und Grüne haben laut einer Umfrage alle großen Parteien im Jahr 2011 Mitglieder verloren. Sowohl CDU und SPD als auch FDP und Linke schrumpften deutlich, wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" ergab.
Am härtesten traf der Mitgliederschwund demnach die FDP: Binnen eines Jahres verlor sie rund 5400 Parteigänger, fast acht Prozent, wie die Zeitung berichtet. Zum Jahreswechsel hatte die FDP demnach nach eigenen Angaben noch 63 123 Mitglieder.
Die Grünen gewannen als einzige der im Bundestag vertretenen Partei neue Anhänger hinzu - im Laufe des vergangenen Jahres waren es rund 6000, ein Zuwachs von fast elf Prozent auf 59 019 Mitglieder. Im Aufwind ist auch die Piratenpartei: Sie knackte Anfang des Jahres die 20 000-Mitglieder-Marke. 8000 neue Mitglieder meldeten sich laut Umfrage bei den Piraten an.
CDU und SPD liefern sich bei starken Verlusten weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz bei der Mitgliederstärke. Erstmals rutschten beide Parteien laut der Umfrage unter die 500 000-Marke, wobei die SPD ihren Mitgliederstand zum Jahresende noch nicht beziffern konnte. Vor 20 Jahren hatte die SPD noch fast eine Million Mitglieder. Die CDU verzeichnete nach eigenen Angaben noch 489 896 Beitragszahler, 15 418 weniger als ein Jahr zuvor.
Der allgemeine Mitgliederschwund sei erklärbar, sagt Klaus Peter Schöppner, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid. "Die Parteien sind einfach nicht mehr attraktiv genug." Das Problem sei, dass die Parteien angesichts der Europäisierung der Politik verstärkt als machtlos erschienen. "Der Bürger hat den Eindruck, dass Politiker immer weniger bewegen können." Außerdem werde Politik immer weniger verstanden.
Quelle: dpa
blinker schrieb:
am 13. Februar 2012 um 20:35:41
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Piraten
Ich persönlich halte die Piratenpartei so unnötig, wie einen Kropf. Man sollte aber bedenken, daß viele der Piratenwähler
ähnlich denken, aber den etablierten Parteien eins auswischen wollen, nur ist damit letzlich Niemanden geholfen. Sieht man sich die Selbstherrlichkeit und die Selbsbedienungsmentalität unserer Politiker an, dann bleibt einem auch nichts Anderes mehr über, um seine Unmut Ausdruck zu verleihen.
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Dagmar Kaul schrieb:
am 13. Februar 2012 um 13:20:21
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Worum kümmern sich denn. . .
die großen Parteien? Doch nicht um die innenpolitischen Probleme oder die Sorgen des kl. Mannes. Hört man die
neuesten Nachrichten, nach der Wulff - Affäire Griechenland, Griechenland, Griechenland. Dafür haben wir nicht gewählt, ich sie sowieso nicht. Die kl. Parteien geben Hoffnung, machen Mut auf was anderes. Die großen und ihre Akteure sind so weit weg vom kl. Wähler, Bürger, daß sie gar nicht mehr merken, was hier los ist. Evtl. ist Duisburg erst der Anfang . . .
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Frank schrieb:
am 13. Februar 2012 um 13:01:02
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Parteien: Die Grünen und Piratenpartei können Mitgliederzuwachs verbuchen"
Piraten?? Klasse, junge Leute-frischer Wind in den uralten
Bundestag-neue Leute braucht das Land und nicht so alteingesesene und satte Politiker die nur an ihre eigene Kohle denken, ich versteh nicht wieviel Menschen noch diese Dumpfbacken wählen: Grüne: Voll angepasst, kein Biß mehr.Sollten noch lange die alten Partein an die Macht bleiben, dann gute Nacht Deutschland!
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