24.09.2011, 16:15 Uhr
Schüsse am Rande der Papstmesse in Erfurt Ein Mann habe laut Polizeibeamten mit einem Luftgewehr oder einer Luftdruckpistole auf die Mitarbeiterin einer privaten Security-Firma geschossen.
An einer Sicherheitsschleuse für die Messe mit Papst Benedikt XVI. auf dem Domplatz zu Erfurt sind am frühen Samstagmorgen mehrere Schüsse gefallen. Die Polizei in Thüringen bestätigte inzwischen vier Schüsse aus einem Luftgewehr, die aus einer Dachgeschosswohnung in Richtung der Sicherheitskräfte abgegeben worden seien. Dabei habe eine Mitarbeiterin des privaten Sicherheitsdienstes einen Stich am Bein gespürt. Es sei ein sogenanntes Diabolo gefunden worden, das Projektil einer Luftdruckwaffe.
Inzwischen hat die Polizei den mutmaßlichen Täter geschnappt. In der verdächtigen Wohnung hätten sich mehrere Personen befunden. Nachdem die Beamten vergeblich versucht hatten, mit ihnen telefonisch Kontakt aufzunehmen, stürmten sie nach dem Ende der Messe offenbar die Wohnung. Dabei nahmen sie einen Mann fest, der die Tat jedoch bestreitet. Der Festgenommene sei nicht der Mieter der Wohnung. Gegen ihn werde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Die Polizisten hätten in der Wohnung ein Luftdruckgewehr und eine Luftdruckpistole sichergestellt, sagte Robert Ryczko, Polizeieinsatzleiter während des Papstbesuchs. Der 1981 in Erfurt geborene und in Berlin lebende Verdächtige sei nicht vorbestraft. Der Zwischenfall ereignete sich zwischen 7.15 und 8 Uhr, vor Beginn der Messe mit dem Papst gegen 9 Uhr. Der private Sicherheitsdienst meldete den Vorfall erst zwei Stunden später. Die Sicherheitsschleuse liegt einige etwa 400 Meter vom Domplatz entfernt. Bei der Messe war von dem Vorfall nichts zu spüren. Die Straße, die auch in der Nähe des Augustinerklosters liegt, wurde von Polizeibeamten abgesperrt.
Thüringens Innenminister Jörg Geibert (CDU) sah die Sicherheit während des Papstbesuches durch den Vorfall nicht gefährdet. "Das Geschehen ereignete sich am äußersten Rand des Sicherheitsbereiches, es hat zu keiner Zeit ein Sicherheitsrisiko bestanden", sagte Geibert.
Außerhalb seines offiziellen Programms traf sich das Oberhaupt der katholischen Kirche in Erfurt mit fünf Opfern des Missbrauchsskandals. zum Video
Bei der Messe auf dem Erfurter Domplatz würdigte der Papst den Beitrag der ostdeutschen Christen zum Mauerfall. Die politischen Veränderungen des Jahrs 1989 seien "nicht nur durch das Verlangen nach Wohlstand und Reisefreiheit motiviert" gewesen, "sondern entscheidend durch die Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit", sagte er in seiner Predigt vor knapp 28.000 Menschen. "Die neue Freiheit" habe geholfen, "dem Leben der Menschen größere Würde und vielfältige neue Möglichkeiten zu eröffnen".
Zugleich beklagte der Papst, dass viele Ostdeutsche "mittlerweile fern vom Glauben an Christus und von der Gemeinschaft der Kirche" lebten. Die katholische Kirche habe in den vergangenen beiden Jahrzehnten aber auch "gute Erfahrungen" gemacht. "Viele entschiedene Katholiken sind gerade in der schwierigen Situation einer äußeren Bedrängnis Christus und der Kirche treu geblieben", urteilte Benedikt XVI. über die Zeit nach dem Mauerfall.
Der Erfurter Bischof Joachim Wanke bezeichnete den Papstbesuch in der Messe als "Zeichen der Ermutigung für alle ostdeutschen Katholiken, die in der Zeit des Sozialismus das katholische Bekenntnis des Glaubens treu bewahrt haben". "Gemeinsam mit den evangelischen Christen sind wir bemüht, den Himmel offen zu halten für alle, die hier leben", sagte Wanke.
Nach der Messe in Erfurt ist der Papst mittlerweile in Freiburg eingetroffen. Unter großem Jubel fuhr er am Nachmittag im Papamobil durch die Freiburger Innenstadt zum Münster. Zahlreiche Gläubige säumten die Strecke und begrüßten den Papst begeistert. Auf dem Münsterplatz will Benedikt XVI. einen Gruß an die Einwohner der Stadt richten. Während seines Deutschlandbesuchs verbringt Benedikt XVI. auch zwei Tage in Freiburg. Im Mittelpunkt des Aufenthalts stehen unter anderem zwei Messen. Zum Abendgebet mit Jugendlichen am Samstagabend werden etwa 28.000 Menschen erwartet, zur Heiligen Messe am Sonntag sogar 87.000 Pilger. Außerdem will er dort unter anderem mit Altkanzler Helmut Kohl (CDU) sowie mit Vertretern von Orthodoxen und katholischen Laien sprechen.
Quelle: dpa , dapd , AFP
Manfred schrieb:
am 24. September 2011 um 17:57:19
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Die Leute mit ausgeprägter Intoleranz muss man missionieren.
Die Schüsse mit einem Luftgewehr zeigen, wie "krank" manche Menschen
sind und sich vom linken Gesindel aufhetzen lassen. Deshalb ist die Konstante Kirche sehr wichtig, auch wenn man einiges kritisieren muss. In der linken Szene (SPDGrüneDieLinke) ist es teilweise üblich, dass man wegen politischer Verblendung (Gehirn wird ausgeschaltet) andere Meinungen nicht mehr gelten lässt (Artikel 5 Grundgesetz). Diese linken Figuren verstoßen ständig gegen das Grundgesetz.
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Langer schrieb:
am 24. September 2011 um 16:39:18
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Warum soll der Vatikan Geld verschenken?
Hallo Leute, habt ihr euch mal informiert, wieviel der Kosten von der Kirche übernommen wird?
Von
wegen der Steuerzahler muss für Papstbesuch zahlen.
Außerdem immer wieder dieses geleiere vom reichen Vatikan:
BWL 1. Stunde: Geld verschenkt man nicht, weil man so nicht wirtschaften kann und auch nicht darf. Man hilft grundsätzlich niemanden, wenn man einfach so Geld verschenkt nur der Wohltat wegen. Die Probleme an der Wurzel löst man damit keineswegs! DEU will den Papstbesuch - nicht umgeke
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lockerbleiben schrieb:
am 24. September 2011 um 16:35:26
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Ökumene
ich gebe zu, dass ich ein wenig enttäuscht bin, dass kein sichtbares Zeichen für eine Weiterentwicklung der Oekume gesetzt wurde.
Aber ich frage mich dennoch, wieso wird dieser Vorwurf nur in Richtung katholische Kirche bzw. Papst ausgesprochen!? Wo sind die Zugeständnisse der evangelischen Kirche? Auch da habe ich keine Zeichen oder gar inhaltliche Annäherung erkennen können! Bedeutet denn Ökumene nur einseitiges Nachgeben?
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