13.09.2011, 14:13 Uhr
Papst Benedikt XVI. ist vom 22. bis 25. September zu Besuch in Deutschland (Quelle: imago)
Etwa die Hälfte der Abgeordneten der Linkspartei will der Rede von Papst Benedikt XVI. am 22. September im Bundestag fernbleiben. Gleichzeitig habe sich die Fraktion darauf verständigt, auf Proteste im Plenarsaal zu verzichten, sagte die Abgeordnete Petra Sitte. Auch Parlamentarier von SPD und Grünen wollen der Rede fernbleiben.
Die Diskussion um den Papstbesuch dreht sich im Kern um die Frage, in welcher Eigenschaft Benedikt XVI. vor dem Bundestag spricht. Die Kritiker sagen, als Oberhaupt der Katholiken dürfe der Papst nicht im Bundestag reden. Sie halten den Auftritt mit der religiösen Neutralität des Staates für unvereinbar. Die Befürworter entgegnen, der Papst sei als Staatsoberhaupt des Vatikans im Rahmen seines Staatsbesuchs eingeladen worden.
Bei den Sozialdemokraten wird damit gerechnet, dass mindestens ein Viertel ihrer 146 Parlamentarier - vor allem aus Ostdeutschland - die Rede boykottiert. Bei den Grünen hält man es für möglich, dass sogar ein Drittel ihrer Abgeordneten nicht kommt.
Petra Sitte von der Linkspartei sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", die eine Hälfte der Fraktion werde der Rede folgen, darunter die Partei- und Fraktionsvorsitzenden Gesine Lötzsch, Klaus Ernst und Gregor Gysi. Der Rest werde an der Gegendemonstration in der Hauptstadt teilnehmen, zu der etwa 20.000 Menschen erwartet werden.
CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt warf den Boykotteuren mangelnden Respekt vor. Ihr "intolerantes Verhalten" sei unwürdig. "Die Linke beweist einmal mehr, dass ihr Mittel der Straßenkampf ist und nicht die besonnene Auseinandersetzung mit Argumenten", meinte Hasselfeldt.
Auch der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel wies die Kritik an der Papst-Rede vor dem Parlament zurück. "Er kommt ja nicht ungebeten, sondern alle Fraktionen haben zugestimmt", sagte Vogel der "Mitteldeutschen Zeitung". Päpste hätten schließlich auch schon vor den Vereinten Nationen gesprochen. Vogel bedauerte, dass er aus terminlichen Gründen nicht der Einladung folgen könne, die Rede im Plenarsaal selbst anzuhören. Alle Fraktionen haben sich darauf verständigt, leere Plätze durch ehemalige Abgeordnete aufzufüllen.
Der Papst kommt vom 22. bis 25. September nach Deutschland. Neben Berlin stehen Besuche in Erfurt und Freiburg auf dem Programm.
Quelle: AFP , dpa
Suse schrieb:
am 13. September 2011 um 20:07:08
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(9)
@ Papst
Ich respektiere, im Gegensatz zur Kirche, jeden Gläubigen Menschen! Aber keine Institutionen die dahinter stehen um dafür Geld zu
nehmen! Der Papst hat in einem Bundestag nichts verloren!
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ehrlich schrieb:
am 13. September 2011 um 20:05:55
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(9)
papstbesuch
hochbezahlte abgeordnete, welche sich verdrücken, sind genausowenig wert wie ihre partei.
sie können ja in dieser zeit ihren
gut dotierten nebenbeschäftigungen nachgehen. aber vorsicht nicht alle bundesbürger sind blöd!!
die quittung kommt 100 %
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Frieda schrieb:
am 13. September 2011 um 19:41:12
(28)
(17)
Papst
Dieser Mann steht für eine Religion, die den Anders- oder Nichtglauben stets verachtet und einst sogar verfolgt hat. Aus dem Vatikan
heraus ist die Mafia entstanden, Wissenschaft und Technik werden gern genutzt, obwohl sie mal als Teufelswerk verschrien waren! Dieser Mann läßt sich feiern als wenn er selbst ein Gott wäre! Er ist ein Sektenoberhaupt und diese Seelenfänger haben in der Politik nichts verloren!
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