23.09.2011, 13:27 Uhr
Benedikt im Gespräch mit Nikolaus Schneider, dem Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (Quelle: dpa)
Der Papst ist am zweiten Tag seiner Deutschlandreise in Thüringen eingetroffen. Nach einem Besuch des Erfurter Doms kam Benedikt XVI. zu einem Gespräch mit Spitzenvertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammen. Dabei erteilte er Forderungen nach schnellen Fortschritten in der Ökumene eine Absage. Beim anschließenden ökumenischen Gottesdienst nannte der Papst die Forderung nach einem ökumenischen Entgegenkommen ein Missverständnis.
"Im Vorfeld meines Besuchs war verschiedentlich von einem ökumenischen Gastgeschenk die Rede, das man sich von einem solchen Besuch erwarte. (...) Dazu möchte ich sagen, dass dies, so wie es meistens erschien, ein politisches Missverständnis des Glaubens und der Ökumene darstellt."
Im Gespräch mit den EKD-Vertretern im Erfurter Augustinerkloster sagte Benedikt: "Das Notwendigste für die Ökumene ist zunächst einmal, dass wir nicht unter dem Säkularisierungsdruck die großen Gemeinsamkeiten fast unvermerkt verlieren, die uns überhaupt zu Christen machen und die uns als Gabe und Auftrag geblieben sind."
Der 84-Jährige ging bei dem Gespräch nicht auf den Wunsch kirchlicher Reformgruppen und der EKD ein, gemeinsame Eucharistiefeiern von Katholiken und Protestanten zuzulassen. Stattdessen verwies er darauf, dass der christliche Glaube in Deutschland immer mehr an den Rand gedrängt werde.
Die Bewahrung des Glaubens sei die wichtigste gemeinsame Aufgabe der getrennten christlichen Konfessionen: "Nicht Taktiken retten uns, retten das Christentum, sondern neu gedachter und neu gelebter Glaube, durch den Christus und mit ihm der lebendige Gott in diese unsere Welt hereintritt."
Der EKD-Vorsitzende Nikolaus Schneider forderte konkrete Schritte zu mehr Gemeinsamkeiten beider Kirchen. Mit dem erreichten Fortschritt in der Ökumene könne man nicht zufrieden sein, sagte Schneider. Vor allem Gläubige in konfessionsverbindenden Ehen und Familien sehnten sich danach, dass die Kirchen ihren "Eigen-Sinn" überwinden. "Für uns alle wäre es ein Segen, ihnen in absehbarer Zeit eine von Einschränkungen freiere eucharistische Gemeinschaft zu ermöglichen", sagte Schneider.
Heiliger Vater würdigt das "Klima des Respekts und des Vertrauens" zwischen Katholiken und Muslimen in Deutschland. zum Video
Vor seinem Abflug nach Erfurt hatte sich der Papst in der Botschaft des Vatikans in Berlin mit Vertretern des Islam getroffen. Zu dem Gespräch waren unter anderem der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, sowie Mitglieder der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) eingeladen.
Der Papst betonte, dass Muslime längst zur bundesdeutschen Realität gehörten: "Die Anwesenheit zahlreicher muslimischer Familien ist seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zunehmend ein Merkmal dieses Landes geworden." Er rief dazu auf, "beständig daran zu arbeiten, sich gegenseitig besser kennenzulernen und zu verstehen".
An der Messe im Berliner Olympiastadion nahmen neben Wulff und Merkel auch zahlreiche Regierungsmitglieder teil. zum Video
Nach einer Rede vor fünf Jahren in Regensburg hatten Muslime dem Papst vorgeworfen, den Islam in die Nähe der Gewalt gestellt zu haben. In der islamischen Welt hatte es gegen die umstrittenen Zitate heftige Proteste gegeben. In Deutschland leben 3,8 bis 4,3 Millionen Muslime, 45 Prozent sind deutsche Staatsbürger. Etwa zwei Drittel haben in der Türkei ihre Wurzeln.
Bereits am Donnerstag hatte sich der Papst mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland getroffen und die große Nähe von Christentum und Judentum hervorgehoben. "Das Heil kommt nun einmal von den Juden", zitierte Benedikt die Bibel. Der biblische Jesus war Jude.
Die viertägige Reise führt das katholische Kirchenoberhaupt auch nach Erfurt und Freiburg. zum Video
Quelle: dapd , AFP , dpa
rom schrieb:
am 23. September 2011 um 19:57:35
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Papstkritiker
Bei ihren primitiven, ignoranten, gnaden-, respekt- und würdelosen beleidigenden Kommentaren übersehen zahlreiche Papst- und
Kirchenkritiker, dass sie sich selbst ins geistige Mittelalter begeben. Sie errichten einen verbalen Scheiterhaufen, auf dem sie Papst- und Kirche am liebsten brennen sehen würden. Ein Zeichen dafür, dass unser Bildungssystem und unsere Gesellschaft den Kompass für Herzens- und Charakterbildung weitgehend verloren hat. Die neue Religion: rücksichtslose Selbstverwirklichung
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Svenja schrieb:
am 23. September 2011 um 17:58:55
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@bürger um 14:01:
BÜRGER; HAT MAN KEINE Ahnung von der deutschen Schreibweise, sollte man nicht schreiben ! Dein GOTT LOSES VOLK schreibt
sich "gottloses Volk". Wichtig ist jedoch, dass du glaubst und gläubig bist und dass dir deine Sünden gegen Bargeld vergeben werden !! Ausnahmsweise werden ich einmal folgendes schreiben: Oh mein Gott mit den Gläubigen! (:-))
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pfaffe der erkenntnis schrieb:
am 23. September 2011 um 17:54:18
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@michiko
unter biblium googeln.
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