24.06.2011, 16:45 Uhr
"I love Greece" - das sagen alle. Doch wer ist bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen, oder sich greifen zu lassen? (Foto: AP) (Quelle: AP)
Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou hat am Montag die Bürger eindringlich aufgefordert, sich gemeinsamen anzustrengen, um das Land zu retten. Die Existenz der griechischen Nation hänge davon ab, dass alle Kräfte bereit seien, die nötigen Reformen umzusetzen, sagte Papandreou bei einer Sondersitzung des Ministerrates in Athen.
Gleichzeitig übte er Selbstkritik. Er habe sich zu lange damit beschäftigt, Lösungswege zu finden und zu verhandeln, "um das Land vor dem Bankrott zu retten", meinte Papandreou. Seine Rede vor dem Ministerrat, der mehr als sieben Stunden lang tagte, wurde am Abend schriftlich an die Presse verteilt.
Papandreou gab zu, ihm und seiner Regierung sei es bislang nicht gelungen, die "großen und kleinen Oligarchien" zu zerschlagen, die das Land bislang beherrschen. Er schloss nicht aus, die Griechen in einer Volksabstimmung zu den Reformen zu befragen.
"Unsere Partner (in der EU) sind bereit zu helfen", sagte Papandreou weiter. Sie müssten aber sehen, dass auch die Griechen entschlossen sind, hieß es.
Der griechische Ministerpräsident versucht derzeit den Griechen klar zu machen, dass ein 78 Milliarden Euro schweres Sparprogramm unbedingt notwendig ist, damit Griechenland weitere Finanzhilfen von der EU und dem Internationale Währungsfonds (IWF) erhält. Bis zum EU-Gipfel am 23./24. Juni sind die Entscheidungen des Ministerrats und der Parlamentsgruppe der Sozialisten von großer Bedeutung. Im Parlament verfügt Papandreou über eine knappe Mehrheit. Das Abstimmungsdatum steht noch nicht fest.
Die Attacken wütender Demonstranten auf griechische Politiker nehmen kein Ende: Erneut waren am Montag Tausende Griechen in Athen gegen den harten Sparkurs der Regierung auf die Straße gegangen. Die Zahl der Demonstranten am Montag war aber deutlich kleiner als am Vortag, als mehr als 100.000 Menschen den Platz vor dem Parlament gefüllt hatten. Aufgerufen zu den Protesten hatte vor allem die Bewegung der "Empörten Bürger", die sich über das Internet organisiert.
EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte am Montag vor dem Wirtschafts- und Finanzausschuss des EU-Parlaments in Straßburg, europäische Banken sollen Griechenland freiwillig bei der Lösung der Schuldenkrise helfen. Man arbeite zur Zeit an entsprechenden Initiativen. Im Gespräch sind freiwillige Zusagen der Banken, fällig werdende Staatsanleihen durch den Kauf neuer Bonds abzulösen. Damit soll Athen mehr Luft verschafft werden.
EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) hatten Ende vergangener Woche die Auszahlung einer neuen Tranche von zwölf Milliarden Euro für Griechenland in Aussicht gestellt.
Der luxemburgische Premier und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker äußerte sich optimistisch, dass das neue Hilfspaket bis Ende Juni unter Dach und Fach sein werde. Juncker forderte die Regierung in Athen auf, für Glaubwürdigkeit zu sorgen und die gesteckten Haushaltsziele zu erreichen. Je mehr privatisiert werde, desto geringer würden die Opfer für die notleidende Bevölkerung, die sich um die Gerechtigkeit der Einschnitte sorgt.
Quelle: dpa
Rose schrieb:
am 7. Juni 2011 um 21:15:30
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@ Papa
Sollen die Topfmanager der Banken Schaden nehmen, wenn doch der Steuerzahler wie immer die Risiken tragen kann?
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Rose schrieb:
am 7. Juni 2011 um 21:08:19
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@OhOh
Die Gewehre sind nict nur geölt ,sie werden bereits getestet! Frei nach dem Motto "Aktionäre dieser Welt , vereinigt Euch !"
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Tom schrieb:
am 7. Juni 2011 um 20:49:26
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Mehr in die EU
zwängt noch mehr Länder in die EU hauptsache sie wird groß. Bei einigen Softwarefirmen war das auch so.. sie wollten
unbedingt alle mit rein nehmen die kamen. Und am Ende sind die meisten pleite gegangen. Auf die Größe der Eu kommt es nicht an ! Aber trotzdem werden Pleite-Länder aufgenommen o.E. Keine Sorge wegen dem Austritt aus der EU. Brauchen wir nicht. Sobald die EZ uns genug gemolken hat schmeisst sie uns eh raus.
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