30.07.2010, 12:03 Uhr
Militante Palästinenser (Archivfoto: AFP)
Zum ersten Mal seit anderthalb Jahren haben militante Palästinenser wieder eine Rakete auf die südisraelische Stadt Aschkelon abgefeuert. Bei der Explosion in einem Wohngebiet wurde niemand verletzt. Nach Angaben von Bürgermeister Benny Wakni entstand jedoch Sachschaden.
Kurz vor dem Einschlag der Grad-Rakete hatte eine Sirene die Bewohner vor der Gefahr gewarnt. Sie konnten sich daher rechtzeitig in Sicherheit bringen, wie Waknim weiter sagte. Ein Mensch musste nach Polizeiangaben wegen eines Schocks ärztlich behandelt werden.
Bei der Rakete handelte es sich um ein russisches Modell vom Typ Grad. Solche Raketen haben eine größere Reichweite als die üblicherweise von palästinensischen Extremisten abgefeuerten Kassam-Raketen. Die Geschosse werden vermutlich durch unterirdische Tunnel aus Ägypten in den Gazastreifen geschmuggelt.
Es war der erste Raketenangriff auf Aschkelon seit Ende des Gaza-Krieges im Januar 2009. Aschkelon hat etwa 120.000 Einwohner und liegt 18 Kilometer nördlich des Gazastreifens, nur 45 Autominuten von Tel Aviv entfernt. Ende 2008 waren Raketenangriffe auf die Stadt ein maßgeblicher Faktor für die israelische Offensive im Gazastreifen. Nach dem dreiwöchigen Militäreinsatz ging die Zahl der Angriffe insgesamt deutlich zurück.
Quelle: dapd , dpa
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