20.08.2010, 16:20 Uhr | Von Asif Shahzad
Die Flutkatastrophe in Pakistan schnitt viele Menschen von der Außenwelt ab, wie diese Familie, deren Hütte plötzlich nur noch auf einer Insel stand. (Foto: dpa)
Die Flutkatastrophe in Pakistan sorgt für eine Annäherung zwischen verfeindeten Nachbarn: Nach tagelangem Zögern nahm die pakistanische Regierung ein indisches Hilfsangebot über fünf Millionen Dollar an. Auf einer Sondersitzung der Vereinten Nationen in New York erhöhten viele Staaten ihre Hilfszusagen. Die von den UN erbetenen 460 Millionen Dollar Soforthilfe dürften damit erreicht worden sein.
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Der pakistanische Außenminister Shah Mahmood Qureshi sagte zu dem indischen Hilfsangebot, das Geld sei "hoch willkommen und wir erkennen das an." Inmitten der Katastrophe, unter der 20 Millionen Menschen leiden, ist das ein Zeichen des guten Willens und der Annäherung zwischen zwei Staaten, die sich wegen des Kaschmir-Konflikts seit 1947 zu Atomwaffenstaaten hochgerüstet haben und zwei Kriege gegeneinander geführt haben. Das indische Außenministerium begrüßte die pakistanische Entscheidung, wie die indische Nachrichtenagentur PTI aus Neu-Delhi berichtete. Man sei bereit, noch mehr zu helfen. Indien hatte bereits nach dem schweren Erdbeben 2006 Pakistan Hilfe geleistet, bei dem mehr als 70.000 Menschen ums Leben kamen.
Das Ausmaß der Schäden durch die Überschwemmungen nimmt unterdessen immer bedrohlichere Dimensionen an. Ein Fünftel der Fläche Pakistans ist überflutet, mindestens sechs Millionen Menschen sind obdachlos und für die Wiederherstellung von Infrastruktur und Wirtschaft dürften Milliarden Euro benötigt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Pakistan meldete einzelne Fälle von Cholera - viele Obdachlose leben in überfüllten Lagern in unhygienischen Zuständen. Der WHO-Leiter in Pakistan, Guido Sabatinelli, sagte dennoch, er sei "optimistisch, dass es keine unmittelbare Gefahr einer Cholera-Epidemie gibt".
Bei der Sondersitzung der Vereinten Nationen zur Hochwasserkatastrophe in Pakistan erhöhten unterdessen zahlreiche Länder ihre Hilfszusagen deutlich. Die USA als größtes Geberland wollten zusätzliche 60 Millionen Dollar aufbringen, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. Der Beitrag Washingtons erhöht sich damit auf mehr als 150 Millionen Dollar. Die EU hob ihre Zusagen auf mehr als 180 Millionen Dollar an. Großbritannien kündigte eine Verdoppelung seiner Hilfe auf fast 100 Millionen Dollar an, zusätzlich zu 25 Millionen an öffentlichen Spenden. Deutschland erhöhte seine Hilfszusagen auf 32 Millionen Dollar.
Vor der Sitzung hatten Geberländer die Hälfte der Summe zugesagt, um die die UN zur Versorgung der Flutopfer in den kommenden drei Monaten gebeten hatten. Der pakistanische Außenminister Qureshi sagte nach der Sondersitzung, ihm sei versichert worden, dass das Ziel von 460 Millionen Dollar erreicht werde, darunter mehr als 100 Millionen von Saudi-Arabien. Jeder zehnte Pakistaner sei durch die Flut völlig mittellos geworden, sagte Qureshi. Feldfrüchte im Wert von Milliarden Dollar seien vernichtet worden, und da der Monsun anhalte, werde sich die Lage vermutlich noch verschlimmern.
Quelle: dapd
hallodri schrieb:
am 20. August 2010 um 16:11:32
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hilfe
die sollten die hilfe mal nicht annehmen, wird ja immer besser, am besten suchen sich die armen länder direkt subventionspartner aus
der westlichen welt.
dann hat jeder seinen direkten geldgeber an der hand.
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