02.12.2011, 13:52 Uhr
Als Reaktion auf den Beschuss pakistanischer Militärposten durch die NATO hat die pakistanische Armeeführung für den Wiederholungsfall damit gedroht, das Feuer zu erwidern. Armeechef Ashfaq Parvez Kayani habe den Kommandeuren im Grenzgebiet zu Afghanistan dazu die Erlaubnis erteilt, berichten pakistanische Medien.
Bei dem Angriff im Stammesgebiet Mohmand waren am vergangenen Samstag nach pakistanischen Angaben 24 Soldaten getötet und 13 verletzt worden. Die genauen Umstände sind noch nicht geklärt. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, soll das pakistanische Militär aber von dem Angriff vorab gewusst und ihn auch abgenickt haben.
Die Direktive des pakistanischen Armeechefs bedeutet nach Ansicht eines von der afghanischen "Express Tribune" zitierten Militärexperten einen Eingriff in die Befehlsstruktur der Streitkräfte. Von nun an könnten örtliche Kommandeure selbstständig auf "feindliche Bewegungen" auf pakistanischem Staatsgebiet reagieren, ohne vorher eine höhere Dienststelle zu konsultieren.
Zu den Hintergründen des Vorfalls in Mohmand berichtet das "Wall Street Journal", pakistanische Offiziere hätten in einer mit dem afghanischen und dem US-Militär gebildeten Grenzkoordinationsstelle grünes Licht für den Angriff gegeben. Allerdings hätten sie nicht gewusst, dass sich in dem Gebiet pakistanische Soldaten aufhielten.
Amerikanische und afghanische Soldaten hätten demnach im Grenzgebiet Taliban-Kämpfer verfolgt, als man sie beschossen habe. Da sie davon ausgegangen seien, dass es sich bei den Angreifern um Taliban handelte, hätten sie Luftunterstützung angefordert. Tatsächlich habe es sich aber um pakistanische Einheiten gehandelt, die dort ein Lager aufgeschlagen hatten. Pakistans Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Zeitungsbericht.
Der schwere Zwischenfall hat die angespannten Beziehungen zwischen Pakistan und den USA weiter belastet. Aus Protest gegen den Vorfall hat Islamabad seine Teilnahme an der Afghanistan-Konferenz am kommenden Montag in Bonn abgesagt. Zudem hat die Regierung die wichtige Nachschubroute für die NATO-Truppen in Afghanistan durch Pakistan gekappt und die US-Armee aufgefordert, eine Luftwaffenbasis im Südwesten des Landes zu räumen.
Quelle: dpa
Jochen GF schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 21:21:59
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Pakistan droht NATO
Pakistan ist gefährlich. Bin Laden lebte angeblich unerkannt in der Nähe einer Militärbasis. Ich kann mir nicht
vorstellen, dass die regionalen Behörden das nicht gewusst haben. Ich glaube, dass Pakistan nicht wirklich daran interessiert ist, die Taliban an Grenzübertritten von und nach Afghanistan zu hindern. Ich befürchte, dass diese Gruppierungen in Pakistan einen ungestörten Rückzugsraum finden und dort geschützt werden. Aber: Pakistanns Souveränität muss man achten.
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Rose schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 21:20:10
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@AberHallo
Es isst schon toll wenn Sie mehr als die "Fachleute derBild" wissen! Ansonsten habemn die Soldeatender NVA zum Teil mit
IHrer " Mutter am Bett" geschlafen, aber es brauchte zum Glück keiner einmaschieren !
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Drohung schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 21:14:49
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Pakistan
Nanu, nun erfährt man, daß es eine abgestimmte Maßnahme in einer gemeinsamen Koordinierungsgruppe mit Pakistanni, Afghanen un den
USA gegeben hat. Danach verfolgten sie angreifende Truppen--- wählten dann aber in Unkenntnis die falschen Boys aus--die dann beschosseen wurden.
Aber das geht natürlich auch unter...
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